Vier M-Tec-Piloten qualifizieren sich für das Rotax Grand Final in La Conca (I)
24. September 2010 - Auf ein spannendes Saisonfinale in Hahn blickt das M-Tec Racing- Team zurück. Vergangenes Wochenende fand traditionell der Saisonabschluss der Rotax Max Challengeauf dem Hunsrückring in Hahn statt.
Nach dem turbulenten Saisonfinale steht fest, dass M-Tec Racing insgesamt vier Fahrer stellt, die sich fürs Weltfinale in La Conca (Italien) qualifiziert haben.
Mit Julian Wagner (Junior Max), seinem Bruder Simon Wagner (Senior Max), Thomas Piert (DD2) und DD2- World- Meister Andre Huber überragt bisher M-Tec Racing jedes deutsche Team, was die Qualifikation zu den Weltmeisterschaften betrifft.
M-Tec bestätigte mit diesem fulminanten Saison-Abschluss erneut die Erfolgsserie der letzten Jahre: Jedes Jahr nahm mindestens ein M-Tec-Fahrer am Weltfinale teil, 2007 und 2008 sogar zwei und dieses Jahr die enorme Steigerung auf vier!
Junior World
Durch die Teilnahme an 6 Läufen der deutsch-österreichischen RMC konnte sich Julian Wagner mit einem Finalsieg im August in Wittgenborn bereits vorzeitig als Österreichischer Meister das Weltfinal-Ticket sichern und Familie Wagner entschied sich dafür, sich beim letzten ausschließlich auf seinen Bruder Simon Wagner (Senior) zu konzentrieren.
Nachdem Kevin Kemmling (Team Kartschmie.de) am Samstag wenig zufrieden mit der Performance war, setzte er sein M-Tec-Chassis am Sonntag auf die Pole-Position fürs Prefinale. Doch das Glück sollte an diesem Rennsonntag nicht auf seiner Seite sein. Zwar gehörte er mit seinen tollen Rundenzeiten ganz nach vorne, doch er war sowohl im Prefinale als auch im Finale in Gerangel verwickelt und beendete das Prefinale als vierter und im Finale kam er als achter ins Ziel.
Senior World
Gesundheitlich leider durch eine schmerzhafte Rippenprellung angeschlagen, kam vor dem Rennen auch noch eine starke Erkältung dazu. Trotzdem konnte das Team Freitag und Samstag ein perfektes Setup erarbeiten: Im Qualifying unterbot Simon den alten Streckenrekord um eine halbe Sekunde und stellte das M-Tec Chassis in die 1. Startreihe.
Das Prefinale war dann leichtes Spiel, dank einiger Rangeleien im Feld der Verfolger: Sieg mit 2 Sekunden Vorsprung.
Im etwas längeren Finale machten Simon leider Verkühlung und Rippe wieder stark zu schaffen, Simon verlor die Führung nach halber Renndistanz. Sein gesundheitlicher Zustand machte einfach keine konstanten Rundenzeiten möglich. Er fuhr das Rennen taktisch klug zu Ende, ließ zwei schnellere Fahrer passieren und wurde dritter im Finale, im Bewusstsein mit dieser Platzierung bereits das Weltfinal-Ticket in der Tasche zu haben. Als Beweis seiner Performance holte Simon Wagner noch die schnellste Rennrunde.
Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle nochmals Michaela Engelhard, die sich bravourös und fair verhalten und dadurch ihren Teil zu Simons Erfolg beigetragen hat.
Unterstützt wurde Simon von seinem Teamkollegen Maikel Splithoff. Die beiden legten von den Plätzen zwei und vier zusammen einen tollen Start beim Prefinale hin, was Simon auf eins katapultierte. Am Ende klassifizierte sich Maikel nach vielen Zweikämpfen als sechster im Prefinale und erreichte den achten Rang im Finale.
Leider reichte es für Patrick Lumma nur für eine achte Startposition fürs Prefinal. Im Prefinale konnte sich als siebter etablieren und man hoffte auf eine weitere Besserung im Finale. Jedoch kam er nach einem unverschuldeten Unfall nicht über eine Rennrunde im Finale hinaus.
DD2 World
Wie Julian Wagner, so entschied sich auch Andre Huber in der Klasse DD2 World nicht in Hahn an den Start zu gehen, da er sich bereits in Wittgenborn den Meisterschaftstitel und somit das Weltfinal-Ticket sicherte.
Micro Cup
In Hahn zeigte Jonathan Judek eine erneut gute Leistung. In der Gewissheit, den Titelkampf nicht mehr aufgrund der geringen Teilnehmerzahl und dadurch halber Punktevergabe entscheiden zu können, entschied er das Zeittraining ganz klar für sich. In den darauf folgenden Rennen musste er sich leider in beiden Läufen ganz knapp als Zweiter trotz schnellster Rennrunde im Finale geschlagen geben.
Der Gewinn der Vize-Meisterschaft war der Lohn für die spannende Saison und stimmte ihn und das Team sehr zufrieden.
Mini Cup
Im Qualifying wurde sich Max Zschuppe als 15. gewertet. In beiden Rennen verbesserte Max sich auf Position 13 und beendet so sein erstes Lernjahr in Klasse Mini Cup,
Junior Cup
Florian Wiesinger hatte nach dem Rennen ebenfalls Grund zu feiern: Die zweite Platzierung im Qualifying, ließ ihn nah an den Erfolg in Wackersdorf anknüpfen. Lange hielt er diese Position im Prefinale inne, doch durch einen kleinen Fehler, konnte sein Gegner kurz vor Überqueren hindurch schlüpfen. Im Finale sollte ihm das kleine Missgeschick nicht mehr passieren und er gewann souverän den zweiten Rang mit nur vier Zehntel Rückstand auf den Sieger.
Nicht nur die tolle Performance von Florian stimmte fröhlich, sondern auch der Gewinn einer freien Saison 2011, da er als bester Österreicher seiner Klasse gewertet wurde.
Im Zeittraining war Julian Kleinwort (Team Kartschmie.de) mit Platz acht noch ein wenig abgeschlagen. Doch schon im Prefinale änderte er dies mit dem vierten Platz. Im Finale sollte er es nicht ganz für die vierte Position langen und er kam als fünfter übers Ziel.
Das letzte Rennen als Junior- Fahrer bestritten die Zwillinge Alexander und Christoph Kühlwetter und freuen sich schon auf die Saison 2011, in der sie sich nicht mehr aufgrund ihrer Größe mit 20 Kilo Übergewicht herumschlagen müssen.
Alexander erreichte den zwölften Rang im Zeittraining, kurz dahinter sein Bruder Christoph. Im Prefinale verbesserten sich beide um eine Position, die sie leider im Finale wieder verloren.
Max Cup
Wie auch im letzten Jahr hieß die Polesetterin M-Tec-Pilotin Iris Perey. Nachdem sie vergangene Saison nach ihrer Pole nicht einmal über die Startlinie war, da sie schon vorher von der Strecke verdrängt wurde, lief der Start ohne Unfall ab. Nach spannenden Kämpfen sah sie sowohl im Prefinale als auch im Finale als vierte die Zielflagge.
Marco Bassendwoski hatte im Qualifying erneut mit Motor-Problemen zu kämpfen. Nachdem er sich als neunter qualifizierte und der Fehler weitestgehend eliminiert wurde, konnte er sich beide Rennen auf die siebte Position verbessern.
DD2 Cup
Kaum glauben konnte Thomas Piert, dass er trotz Unfällen im Prefinale und Finale die Master- Meisterschaft für sich entschied und sich damit für die Teilnahme am Weltfinale in La Conca qualifizierte.
Sein Bruder Stefan Piert steigerte sich am Sonntag kontinuierlich. Noch im Zeittraining auf Rang zwölf, so fand man ihn nach dem Prefinale auf zehn und anschließend fuhr er im Finale den achten Platz nach Hause.
M-Tec-Inhaber Manfred Haufe war nach dem tollen Saisonabschluss mit seinem Team sehr zufrieden: „Mit vier M-Tec- Piloten, die bei der Weltmeisterschaft in La Conca teilnehmen, blicke ich auf eine sehr erfolgreiche und spannende RMC-Saison 2010 zurück. Ich danke nochmals all meinen Fahrern und Mechanikern für die tollen Rennen und die ununterbrochene Disziplin im ganzen Jahr. Ebenfalls möchte ich mich bei Teamchef Jochen Meurer bedanken, der einen großen Teil zu diesem Erfolg beigetragen hat! Wir sind unglaublich stolz, gleich vier Weltfinal-Teilnehmer zu stellen und freuen uns mit ihnen auf das kommende Weltfinale in Italien.“
Quelle: PM M-TecKart




