Green feiert zweite Pole – Titelkampf vor der Entscheidung
Hockenheim. Der Showdown im Kampf um den DTM-Titel 2005 ist eröffnet. Vor gut gefüllten Tribünen ging es für


Im Kopf-an-Kopf-Duell um den Titel zwischen dem schwedischen Audi-Pilot Mattias Ekström und Mercedes-Benz-Fahrer Gary Paffett verbesserte der Brite Paffett am Samstagnachmittag seine gute Ausgangsposition für das morgige Rennen deutlich. Zum ersten Mal in diesem Jahr verpasste Ekström den Einzug in die Super-Pole. Der amtierende DTM-Champion startet morgen um 14 Uhr (ARD live ab 13.45 Uhr) von Platz 15 in das 37 Runden lange Rennen über 169,238 Kilometer. Neun Plätze vor ihm auf Position sechs und mit neun Punkten mehr auf dem Konto in der Gesamtwertung geht Paffett in das große Finale auf dem Hockenheimring.
Bester Opel-Pilot wurde zum dritten Mal in dieser Saison Heinz-Harald Frentzen. Der Mönchengladbacher beendete im Opel Vectra GTS V8 als Vierter die Super-Pole vor Frank Stippler im Audi A4 DTM. Mit Marcel Fässler auf Position acht und Laurent Aiello als Zehnter kamen drei von vier Opel-Fahrzeugen unter die ersten Zehn.
Audi-Pilot Martin Tomczyk als Siebter und Publikumsliebling Mika Häkkinen auf Startplatz neun (Sport Edition AMG-Mercedes) komplettieren die ersten zehn Starter für das Rennen am Sonntag.
Jamie Green (1. Startplatz, Salzgitter AMG-Mercedes): „Die Runde war gut genug für die Pole, wenn auch nicht perfekt. Die Strecke wurde im Laufe der Super-Pole immer trockener, deswegen wusste ich, dass die Voraussetzungen immer besser würden. Auch aufgrund von Bernds Fehler, starte ich morgen von ganz vorne.“
Tom Kristensen (2. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Es war ein recht schwieriges Qualifying. In der ersten Kurve war ich zu aggressiv, deswegen bin ich etwas weit rausgerutscht. Morgen vor einer tollen Kulisse aus der ersten Reihe zu starten, ist toll.“
Bernd Schneider (3. Startplatz, Vodafone AMG-Mercedes): „Mein Setup für das Qualifying war sehr gut. Ich wusste, dass es auf abtrocknender Strecke schwieriger werden würde. Bis zum Motodrom war meine Runde auch ganz gut, leider machte ich in der vorletzten Kurve einen Fehler. Morgen will ich gewinnen.“
Heinz-Harald Frentzen (4. Startplatz, Stern Team OPC): „Wir gingen auf Nummer sicher und zogen für die Super-Pole Regenreifen auf. Ich persönlich wäre gerne mit Slicks raus und volles Risiko gegangen, da ich voll motiviert bin. Strategisch war es aber richtig, die Regenreifen aufzuziehen. Das Ergebnis war für mich persönlich wichtig, denn in Hockenheim hatte ich mit dem DTM-Auto immer Probleme. Das scheint jetzt gelöst.“
Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Es war heute sehr schwierig, die richtige Abstimmung zu finden. Jamie Green hat eine tolle Leistung gezeigt. Sieben Autos in sieben Reihen ist ein gutes Ergebnis. Die Meisterschaft ist aber noch nicht entschieden. Die Chance, ein Rennen zu gewinnen, wenn man vom 15. Platz startet ist gering, aber nicht unmöglich. Aber natürlich ist die Ausgangsposition für Gary die bessere. Ich möchte sagen, die verdient bessere. Er ist da, wo er hingehört. Mercedes-Benz ist da, wo es hingehört.“
Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Als erster Starter hatte Martin Tomczyk bei abtrocknender Strecke natürlich die schlechtesten Bedingungen. Dass Mattias Ekström seit zweieinhalb Jahren zum ersten Mal nicht unter den Top-Ten ist, freut uns natürlich nicht. Bei ihm ist der Umbau des Setups auf ‚nass’ leider daneben gegangen und er hatte überhaupt keinen Grip mehr. Tom Kristensen war trotz eines Fehlers in der ersten Kurve exzellent unterwegs, und es hat nur knapp nicht zur Pole gereicht. Das Wochenende zeigt, dass die Art und Weise, wie die DTM Motorsport bietet, eine Attraktion ist. Schon am gestrigen Freitag waren sehr viele Leute hier. Manch andere Serien träumen davon, solche Zahlen am gesamten Wochenende zu haben.“
Opel-Motorsportchef Volker Strycek: „Wir sind das Risiko eingegangen und haben Laurent Aiello auf Slicks in die Super-Pole geschickt. Wie gesehen, hat es nicht ganz gepasst. Aber wir haben Erkenntnisse für das ganze Team gewonnen. Insgesamt war es schwierig, bei diesen Bedingungen die richtige Entscheidung zu treffen. Wir haben drei Autos in den Top-Ten. Das gab es schon lange nicht mehr, damit sind wir gut aufgestellt.”
Quelle: DTM-Pressemitteilung (www.dtm.de/media)
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