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4. Lauf zur Deutsch-Österreichischen DMV ROTAX MAX Challenge in Ampfing

MINI-Cup: Wetzels holt sich den TitelHeißes „Sportwochenende“ für die RMC in Ampfing

28. Juni 2010 - Das letzte Juni-Wochenende (26./27.06.2010) war ein Sportwochenende der Superlative: Das Achtelfinale der FIFA Fußball WM und die Formel 1 beim Großen Preis von Europa in Valencia (E) sorgten für spannungsgeladene Unterhaltung. Das galt auch für die Deutsch-Österreichische DMV ROTAX MAX Challenge, die für den vierten von sieben Saisonläufen erstmals wieder im bayerischen Ampfing gastierte. Das letzte Gastspiel gab die RMC auf dem 1.063 Meter langen Hochgeschwindigkeitskurs übrigens 2006 während der letzten Fußball-Weltmeisterschaft. Heute, vier Jahre später, waren rund 115 Teilnehmer angereist, um bei bestem Sommerwetter die zweite Hälfte der Saison einzuläuten...

 

 

MICRO-Cup: Glania fährt knapp zum Doppelsieg
Bei den Jüngsten war es Luis-Miguel Glania (EA), der die Pace schon im Zeittraining bestimmte. Daran sollte sich auch in den Rennen nichts ändern. Er lieferte sich – wie schon in Oppenrod – in beiden Läufen einen packenden Zweikampf mit Jonathan Judek (M-Tec). Nach zahlreichen Positionswechseln konnte sich Glania aber zweimal durchsetzen. Im Prefinale lief Judek noch als Zweiter ein, musste sich im Finale aber nach einem Fahrfehler kurz vor Schluss sogar mit Platz drei begnügen und Loris Prattes (Mach1) den Vortritt auf dem Podium überlassen.

MINI-Cup: Wetzels holt sich den Titel
Gino Wetzels (Birel) ist der Überflieger des Jahres. Kein anderer RMC-Pilot ging in diesem Jahr derart dominant zu Werke wie er. Er gewann ausnahmslos alle Rennen der Saison, was sich auch in Ampfing nicht ändern sollte. Nach einer deutlichen Trainingsbestzeit ließ Wetzels auch in den beiden Rennen nichts anbrennen und fuhr zwei blitzsaubere Siege nach Hause. Unter Berücksichtigung der Streichergebnisse ist dem jungen Birel-Piloten der Titel nicht mehr zu nehmen. Somit gibt es schon zur Saisonhalbzeit den ersten RMC-Champion der Saison zu vermelden. Gratulation!

Der Preis für den besten „Nebendarsteller“ ging in Ampfing zunächst an Florian Janits (Intrepid), der im Prefinale einen sicheren zweiten Platz einfuhr und Wetzels zumindest kurzzeitig einmal die Führung streitig machen durfte. Im Finale musste Janits aber vorzeitig die Segel streichen und zusehen, wie sich Lucas Ayrton Mauron (Birel) als Zweiter seinen zweiten Podestplatz nach Oppenrod erkämpfte. Dahinter machte sich Geburtstagskind Christopher Dreyspring (Energy) mit Rang drei selbst ein Geschenk, indem er sich knapp gegen die Verfolger Tobias Fischer (Sodi) und Robin Rokobauer (Intrepid) behaupten konnte.

JUNIOR-Cup: Kamali gegen Kremer – 2 : 1
Die Rennen von Ampfing waren eine Neuauflage des Oppenrod-Krimis. Hauptdarsteller waren wieder einmal Moritz Kremer (Intrepid) und Luca Kamali (CRG). Nach dem Zeittraining stand es 1 : 0 für Kremer, der sich die Pole-Position vor seinem Rivalen sichern konnte. Doch im Prefinale glich Kamali zum Unentschieden aus. In einem spannenden Rennen setzten sich die beiden ab, duellierten sich rundenlang, bevor Kamali letztlich mit nur 0.245 Sekunden den Sieg kassierte.

So musste das Finale die Entscheidung bringen. Und hier lief sofort alles für Kamali. Während sich der CRG-Pilot sofort an der Spitze absetzen konnte, fiel Kremer auf Platz drei hinter Leon Wippersteg (EA) zurück und hatte einige Mühe diesen wieder zu überholen. Als Kremer endlich vorbei kam, war Kamali schon auf und davon. Trotzdem nutzte Kremer die 16 Rennrunden, um die Lücke wieder zu schließen. Fünf Runden vor Schluss hatte er den Anschluss wieder hergestellt und setzte Kamali enorm unter Druck. Doch dessen Abwehr stand wie eine Eins und so blieb es am Ende beim 2 : 1-Sieg für Kamali. Das Podium komplettierte am Abend Leon Wippersteg, der sowohl im Prefinale, als auch im Finale als Dritter den Zielstrich kreuzte.

JUNIOR-World: Siege für Oberheim und Riener
Oppenrod-Sieger Moritz Oberheim (Energy) setzte auch in Ampfing das erste Ausrufezeichen und markierte die Bestzeit im Zeittraining. Auch im Prefinale war der Schermbecker nicht zu stoppen und feierte einen Start-Ziel-Sieg. Dieser war jedoch hart erkämpft, denn hinter ihm meldeten gleich vier Rivalen ihre Ansprüche auf den Sieg an. An Oberheim führte zu diesem Zeitpunkt aber kein Weg vorbei. Dass musste auch die Zweitplatzierte „Miss Austria“ Corinna Kamper (Intrepid), ihr Drittplatzierter Landsmann Stefan Riener (Intrepid) und der amtierende JUNIOR-Cup-Champion Larry ten Voorde (EA) als Vierter einsehen.

Das Blatt wendete sich aber im Finale: Mit einem gelungenen Start übernahm Riener nun das Zepter, welches er auch bis ins Ziel nicht mehr abgeben sollte. Der Intrepid-Pilot holte sich nach 17 Runden souverän seinen ersten Saisonsieg. Um die Ehrensplätze stritten sich diesmal Oberheim und ten Voorde, wobei der Niederländer das bessere Ende für sich verbuchen konnte.

MAX-Cup: Dennis Tuszynski – Erst pfui dann hui
Der schnellste Mann des Wochenendes war Dennis Tuszynski (Zanardi), was der Pilot aus dem Rennstall von Beule-Kart bereits im Zeittraining mit der Bestzeit eindrucksvoll unter Beweis stellte. Auch im Prefinale verteidigte er seine Spitzenposition bevor er noch in der ersten Runde aufgrund eines Fahrfehlers einen Abstecher durch die Wiese machte und ans Ende des Feldes zurückfiel. Es folgte eine durchaus sehenswerte Aufholjagd des Hageners, welche allerdings in der letzten Kurve in einer Kollision endete. Die Rennleitung bestrafte Tuszynski mit einer Versetzung um zehn Positionen. Aber auch an der Spitze ging es heiß her. Um den Sieg balgten sich Michel Kortz (Gillard), Sebastian Forster (CRG), Christoph Turi (CRG) und Jens Esser (MG). Am Ende kreuzte Forster als Erster den Zielstrick knapp gefolgt von Kortz. Turi und Esser eliminierten sich in der letzten Runde gegenseitig, wofür Esser nachträglich eine Strafversetzung erhielt.

Neues Rennen, neues Glück – so die Devise im Finale. Diesem Motto entsprechend, ging vor allen Dingen Tuszynski zu Werke, der sich von den Geschehnissen des Prefinales völlig unbeeindruckt zeigte. Von hinten gestartet, kämpfte er sich durchs Feld wie das heiße Messer durch die Butter. Gegen Rennende kamen mit Sebastian Forster, Dennis Tuszynski, Marco Bassendowski (M-Tec) und Christoph Turi vier Piloten für den Sieg in Frage. Nach mehreren dramatischen Führungswechseln fiel die Entscheidung erst in der letzten Runde: Und tatsächlich war es Tuszynski, der auf Messers’ Schneide vor Forster, Bassendowski und Turi den Tagessieg einfuhr.

MAX-World: Doppelsieg für Gunkel
Es war das Wochenende des Maximilian Gunkel (Intrepid). Der Auftaktsieger erlebte die letzten Rennen als wahre Durststrecke, die er in Ampfing endlich durchbrechen sollte. Den Grundstein legte der Wittgenborner schon im Zeittraining mit der Pole-Position. Im Prefinale wandelte er diese sofort in die Führung um. Wie ein Schatten folgte ihm jedoch Markenkollege Ferenc Kancsar, der zwar keinen Weg an Gunkel vorbeifand, diesem aber bis ins Ziel keine Ruhepause gönnte. Hinter dem Intrepid-Double an der Spitze sorgte Nino Kuhn (Mach1) als Dritter für sein bestes Saisonergebnis und verhinderte im Zweikampf mit Tobias Weichenberger einen Dreifachsieg für Intrepid.

Härtere Geschütze wurden im Finale aufgefahren. Besonders Kancsar war diesmal mit dem Messer zwischen den Zähnen unterwegs und wollte Gunkel scheinbar unbedingt vom „Thron“ schubsen. Doch der Schuss ging nach hinten los, denn Kancsar hatte die Rechnung ohne Kuhn gemacht. Während Gunkel die Spitze übernahm, fiel Kancsar auf Platz drei zurück und hatte alle Hände voll zu tun, den vor ihm liegenden Mach1-Piloten zu überholen. Als er endlich einen Weg vorbei gefunden hatte, machte der Österreicher Jagd auf Gunkel. Mit teilweise haarsträubenden Manövern - inklusive Lackaustausch - trug Kancsar seine Angriffe vor. Doch Gunkel blieb cool und als sich plötzlich auch wieder der Drittplatzierte Kuhn einmischte und Kancsar beschäftigte, verschaffte sich Gunkel endgültig einige Meter Sicherheitsabstand und machte den Doppelsieg letztlich perfekt. Kancsar blieb am Ende der zweite Rang, indem er sich noch knapp vor Kuhn behaupten konnte.

DD2-Cup: Maurice SchiwyDD2-Cup: Maurice Schiwy souverän
Der Rennsonntag in Ampfing gehörte eindeutig Maurice Schiwy (CRG). Der Pilot von Beule-Kart nahm der Konkurrenz schon im Zeittraining fast eine halbe Sekunde ab. Dieser Abstand sollte sich auch in den Rennen widerspiegeln. Am Ende standen zwei nie gefährdete Start-Ziel-Siege mit über vier Sekunden Vorsprung für den Gelsenkirchener zu Buche. Die Ehrenplätze machten derweil Thomas Piert (M-Tec) und Nils Hendrik Jung (CRG) unter sich aus. Während Piert im Prefinale Platz zwei sein Eigen nennen konnte, konterte Jung im entscheidenden Finale.

DD2-World: Patrick HenkeDD2-World: Erster Sieg für Henke
Ganze vier Rennen musste er warten, bis er seinen ersten RMC-Sieg feiern durfte: Die Rede ist von Patrick Henke (Zanardi). Anfang des Jahres kehrte der „alte Hase“ in den Kartsport zurück und konnte auch bereits einige Podestplätze in seinem ersten RMC-Jahr verbuchen. Ganz oben auf dem Podium stand er jedoch erstmals in Ampfing. Der bayerische Hitzekessel schien überhaupt ein gutes Pflaster für den Zanardi-Fahrer zu sein, bestimmte er doch schon im Zeittraining das Geschehen. Die Rennen wurden danach zur Formsache, die Henke mit zwei Start-Ziel-Siegen spielerisch erledigte.

Erfreulich war auch die Leistung von Martin Grupe (CRG), der schon im Qualifying mit Platz zwei für Aufsehen sorgte und diesen auch im Prefinale verteidigte. Als Dritter sah Andre Huber (M-Tec) die Zielflagge vor Alexander Möhring (Haase). Letzterer konnte sich dann im Finale in Szene setzen und lange Zeit den zweiten Platz behaupten. Am Ende musste er aber nachgeben und sich im Ziel mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben. So komplettierten Andre Huber und Maximilian Fleischmann (Intrepid) am Abend das Podium der Tageswertung.

„Sportlich und organisatorisch hat alles gestimmt“, waren sich RMC-Präsident Peter Kessler und Organisationsleiter Uwe Jäger bei der abendlichen Siegerehrung einig. Strahlende Gesichter gab es aber nicht nur von den Siegern zu vermelden, denn dank der Triumphe von Sebastian Vettel in Valencia und der deutschen Nationalelf in Südafrika hatten wir an diesem „Sportwochenende“ doch irgendwie alle gewonnen.

Quelle: PM Timo Deck / RIMO

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