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ADAC Formel Masters: Wird aus dem Titeldreikampf ein -fünfkampf?

Auf dem EuroSpeedway Lausitz stellen sich die Weichen für den Showdown

29. August 2011 - Die heiße Phase des Titelkampfes im ADAC Formel Masters hat begonnen. Erste Antworten auf Schlüsselfragen werden schon am ersten September-Wochenende (2. bis 4. September) auf dem EuroSpeedway Lausitz gesucht: Ringen Tabellenführer Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin-Brandenburg) sowie seine Verfolger Emil Bernstorff (18, GB/Motopark) und Sven Müller (19, Bingen/ma-con) allein um den Titel? Oder heizen die beiden Verfolger Artem Markelov (16, RUS/Motopark) und Kean Kristensen (16, DK/Motopark) dem Spitzentrio wie zuletzt am Red Bull Ring ein? Auf dem EuroSpeedway Lausitz im Süden Brandenburgs könnten demnach wichtige Weichenstellungen im Titelkampf folgen.

Keyfacts EuroSpeedway Lausitz
  • Saisonläufe: 16 bis 18
  • Streckenlänge: 4,534 Kilometer, längste Gerade 648 Meter
  • Layout: 6 Rechts-, 8 Linkskurven, gegen den Uhrzeigersinn befahren
  • Pole-Position 2010: William Vermont (keine Zeitangabe, neues Streckenlayout)
  • Sieger 2010: Richie Stanaway (1. und 2. Rennen), Patrick Schranner (3. Rennen)
  Alle neune: Titelkandidaten schärfen die Sinne für den Titelherbst

Dreimal EuroSpeedway Lausitz, dreimal Assen, dreimal Hockenheim: Das ADAC Formel Masters tritt am ersten September-Wochenende mit der ersten von drei abschließenden Veranstaltungen in die heiße Phase seines Titelkampfes ein. In der mathematischen Theorie haben bei noch 225 zu vergebenden Punkten die bestplatzierten 16 Fahrer des Gesamtklassements Meisterschaftschancen. Doch praktisch geht es für den derzeitigen Tabellenführer Pascal Wehrlein mit 236 Zählern, Emil Bernstorff mit 224 und Sven Müller mit 193 um die Meisterehren. Die Mathematik zeigt jedoch auch eins: Ruck, zuck könnte sich der Drei- zu einem Mehrkampf entwickeln. Siehe Red Bull Ring. Allein beim zurückliegenden Renndreierpack in Spielberg (Österreich) gingen die Siege an Artem Markelov, der nun Tabellenrang vier mit 171 Punkten einnimmt, und an Kean Kristensen, der mit 151 Punkten aktuell Fünfter ist. Fehler? Sind im Schlussspurt womöglich unverzeihlich. Jedes Rennen, jedes Zeittraining kann bereits eine Vorentscheidung bringen.

  Vor den Toren Berlins: Heimvorteil für die Nummer 17?

Gleich zwei Teams feiern auf dem EuroSpeedway Lausitz ihr Heimspiel: ma-con und Mücke Motorsport. Letzteres hat unter der Bewerbung des ADAC Berlin-Brandenburg e. V. mit Tabellenführer Pascal Wehrlein das heißeste Eisen im Feuer. Doch nicht nur auf den von der ADAC Stiftung Sport geförderten Wehrlein mit der Startnummer 17 sind die Augen gerichtet. Dem Team aus dem gut 100 Kilometer Luftlinie entfernten Berlin-Altglienicke ist der EuroSpeedway Lausitz bestens vertraut. Seit der Eröffnung der Anlage im Jahr 2000 absolvierte die Mannschaft in unterschiedlichen Kategorien des Motorsports hier bereits Jahr für Jahr Rennen: von der DTM über die Formel 3 bis hin zum ADAC Formel Masters, in dem es 2011 fünf Fahrzeuge einsetzt. Eine noch kürzere Anreise zum EuroSpeedway hat Team ma-con, das vier der 107 kW (145 PS) starken Monopostos an den Start bringt. Der Firmensitz der Mannschaft im Unterspreewald liegt 60 Kilometer Luftlinie von den Saisonläufen 16 bis 18 entfernt. Wie stark ma-con in Südbrandenburg ist, beweist ein Blick auf das Jahr 2010: Die Truppe eroberte die komplette erste Startreihe und zwei von drei Rennsiegen. Der Tabellendritte Sven Müller ist ma-cons bester Fahrer 2011.

  Und doch Neuland: Premiere auf dem Grand-Prix-Kurs des Lausitzrings

Ein Streckenabschnitt ist für alle Teams und Fahrer gänzlich neu: Statt wie bei den bisherigen Einsätzen im ADAC Formel Masters gleich zu Beginn der Gegengeraden auf die verkürzte Variante des Grand-Prix-Kurses abzubiegen, stehen drei neue Kurven auf dem Programm. Erstmals wird die Langversion des in das eindrucksvolle Trioval eingelassen Infields bestritten. „Wir haben dort zwar schon viel getestet, aber die lange Streckenvariante ist für uns alle Neuland“, sagt Tabellenführer Pascal Wehrlein. Rivale Sven Müller ergänzt: „Die Strecke bietet von allem etwas. Es gibt lange Geraden und die unterschiedlichsten Kurventypen. Ich freue mich darauf.“

  Der Einzige seiner Art: Toni Koitsch repräsentiert ostdeutsche Farben

Zweites Gastspiel des ADAC Formel Masters in Ostdeutschland, erstes echtes Heimspiel für Toni Koitsch. Der Sachse, der aus dem gut 70 Kilometer Luftlinie vom EuroSpeedway Lausitz entfernten Döbeln stammt, ist der einzige Ostdeutsche, der in der Nachwuchsformel antritt. Der 24-Jährige bestreitet in der Formel ADAC seine dritte volle Saison.

  Experience Day im Anschluss an die EuroSpeedway-Rennen

Für mehrere Piloten gibt es ein besonderes Wiedersehen auf dem EuroSpeedway Lausitz. Der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Jason Kremer (Mücke Motorsport) sowie André Rudersdorf (Krafft Walzen), Mark Kiralykuti (ADAC Berlin-Brandenburg), Jeffrey Schmidt (HAITECH Racing), Luca Stolz (URD Rennsport) und Hubertus Carlos Vier (Neuhauser Racing) haben hier 2010 im Anschluss an das ADAC Masters Weekend am Experience Day des ADAC Formel Masters teilgenommen und sich wenig später für einen Start in der Saison 2011 entschieden. Auch in diesem Jahr wird es im Anschluss an das Rennwochenende einen Experience Day auf dem Lausitzring geben. Rund 35 junge Talente aus dem Kartsport haben am Montag die Möglichkeit, die Teams und das Einheitsauto der Serie aus nächster Nähe kennenzulernen und erste Weichen für einen Einstieg in den Automobilrennsport im nächsten Jahr zu stellen.

  Aufzeichnungen der Ereignisse auf „kabel eins“ und „SPORT1“

TV-Zusammenfassungen der Ereignisse auf dem EuroSpeedway zeigen „kabel eins“ (5. September um 00.05 Uhr) sowie „SPORT1“ (9. September ab 15.45 Uhr).

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