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F1 Singapur: Vorschau

Stuttgart , 19.09.2008 - Der erstmals ausgetragene Grand Prix von Singapur vom 26. bis 28. September ist der 15. Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2008. Das Rennen wird abends um 20:00 Uhr Ortszeit gestartet und ist damit das erste Nachtrennen der Formel 1.

Der 5,076 Kilometer lange Kurs, der wie bei den Grand Prix von Brasilien und der Türkei entgegen dem Uhrzeigersinn befahren wird, liegt in der Stadt und führt unter anderem über die historische Anderson-Brücke, die St. Andrews Road und den Raffles Boulevard. Der Grand Prix von Singapur ist das fünfte der Stadtrennen der Formel 1 nach Melbourne, Monte Carlo, Montreal und Valencia und das zweite nach Monaco, das in einem Stadtstaat ausgetragen wird.

Für die Strecke wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 175 km/h errechnet. Das ist deutlich schneller als in Monte Carlo, wo in diesem Jahr im Qualifying rund 160 km/h erreicht wurden. Als Topspeed wurden etwa 290 km/h errechnet; sie werden am Ende des 700 Meter und 9,5 Sekunden langen Volllaststückes über den Raffles Boulevard erzielt.

Die Strecke wird mit 1.500 Flutlichtstrahlern ausgeleuchtet, die im Abstand von vier Metern an einem Trägersystem auf 240 Stahlpylonen installiert wurden. Dazu wurden 108.423 Meter Kabel verlegt. Die Lampen erzeugen ein Licht, das viermal heller als in Sportstadien ist. 

Das erste Training findet am Freitag um 19:00 Uhr Ortszeit statt, 13:00 Uhr MESZ. Erst um 22:00 Uhr (16:00 Uhr MESZ) wird am Samstag das Qualifying ausgetragen. Das Vodafone McLaren Mercedes Team wird nach einem speziellen Nachtarbeitsprogramm arbeiten. Normalerweise müssen sich die Teammitglieder bei den Überseerennen bei Ihren Tätigkeiten an eine andere Zeitzone gewöhnen, doch beim Grand Prix von Singapur ist das nicht der Fall. 

Lewis Hamilton

Freust du dich auf Singapur?
„Ich freue mich auf die Stadt, auf das landestypische Essen, und ich bin natürlich gespannt auf die Rennstrecke. Es wird ein sehr interessantes Wochenende. Der Grand Prix in Singapur wird eine Herausforderung, und so etwas mag ich. Bisher bin ich noch nie nachts Rennen gefahren, aber das sollte kein Problem sein. In anderen Sportarten funktioniert es ja auch. Bei der Vorbereitung wurde viel getan und es wird bestimmt eine tolle Veranstaltung. Zudem liegen mir Stadtkurse besonders. Auf dem Papier sieht die Strecke so aus, als ob sie flüssig zu durchfahren ist, das ist also nicht so wie bei einem typischen Stadtkurs, aber es wird sicher spektakulär.“

Wie hast du dich auf dieses Rennen vorbereitet?
„Singapur wird für alle im Team eine ganz neue Aufgabe. Unser Teamarzt hat für uns Fahrer einen genauen Zeitplan aufgestellt, da alle Trainings und das Rennen erst an den Abenden stattfinden. Deswegen sollten wir uns auch nicht an die Ortszeit gewöhnen, denn der Zeitplan des Rennens ist so wie bei einem europäischen Grand Prix. Unser Trainingsprogramm ist darauf ausgelegt, dass wir am Nachmittag unsere beste Leistung bringen können, und deshalb halten wir uns auch in Singapur daran. Das ist gar nicht so einfach, denn der Körper möchte sich an die geänderte Zeitzone anpassen. Doch für uns Fahrer bleibt der Tagesablauf mit Essen, Aufwachen und Einschlafen so wie in Europa. Das heißt, wir werden nach Singapur-Ortszeit am frühen Nachmittag aufstehen; um ein Uhr nachts gibt es Abendessen und zwei Stunden später gehen wir ins Bett. Das wird etwas ganz Neues.“

Heikki Kovalainen

Bist du schon einmal nachts Rennen gefahren?
„Das Race of Champions fand abends statt, im Stadion und bei Flutlicht, aber die Rennen waren nicht sehr lang und außerdem ging es um nichts. Es wird also interessant, wie das bei einem Grand Prix funktioniert. Da ich aus Finnland komme, wo es im Winter 24 Stunden lang dunkel ist, sollte ich mit einem Nachtrennen keine Probleme haben. Von dem was ich bisher gesehen habe gefällt mir die Strecke sehr gut und es sollte auch ein paar Überholmöglichkeiten geben. Ich erwarte ein interessantes Rennen. Zudem haben Stadtrennen immer eine tolle Atmosphäre und darauf freue ich mich.“ 

Wie wird dein Tagesablauf in Singapur aussehen?
„Das Wichtigste ist, dass wir uns darauf einstellen, unsere Leistung später am Tag zu erbringen. Dafür müssen wir uns genau an unseren Rhythmus halten und gut schlafen. Darum kümmert sich in erster Linie das Team. Sie werden alles tun, damit der Ablauf des Wochenendes unsere Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Dafür werden beispielsweise die Hotelzimmer abgedunkelt, damit wir lange schlafen können. Man wird sich außerdem darum kümmern, dass wir nicht vom Hotelpersonal gestört werden, und auch die Telefone werden nicht klingeln. Sich nicht an die andere Zeitzone anzupassen ist sehr schwierig, denn der Körper reagiert auf äußere Umstände wie Licht, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit. Wie bei jedem Überseerennen werden wir uns vom Zeitpunkt der Landung an den vorgegebenen Zeitplan halten und gleich am ersten Tag bis zum frühen Morgen wach bleiben.“

Martin Whitmarsh, CEO Formula 1, Vodafone McLaren Mercedes  

Was sind die Anforderungen des Grand Prix von Singapur für das Team?
„Unsere wichtigste Sorge ist, dass alle Teammitglieder ausreichend Schlaf bekommen. Beispielsweise werden die Mechaniker nicht vor vier oder fünf Uhr morgens ins Bett kommen, da Trainings und Rennen erst spät am Abend stattfinden und wir danach ein festgelegtes Programm haben, um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten. Dieser Plan steht fest, denn wir kennen den Zeitplan und wissen, wie viel nach jedem Training zu tun ist. Dennoch wird es für alle sehr anstrengend, für die Mechaniker, die Ingenieure und alle anderen Mitarbeiter, und wir werden sie nach Kräften unterstützen. Ich denke aber nicht, dass es unsere Autos und Fahrer beeinträchtigen wird. Der Ablauf für Lewis und Heikki wurde sorgfältig geplant und wird genau eingehalten.“

Hat das Team zusätzliche Beleuchtung dabei?
„Normalerweise sind die Boxen auch für Nachtarbeit gut ausgeleuchtet, von daher ist Singapur nichts Neues für uns. Lediglich an der Boxenmauer werden wir eine zusätzliche Beleuchtung installieren. Das Cockpit Display im Auto ist ohnehin beleuchtet und wir gehen davon aus, dass das Licht an der Strecke ausreicht, damit die Fahrer auch Knöpfe und Schalter ganz normal erkennen können. Für die Helme haben wir Visiere mit unterschiedlichen Farben dabei, die eine kontrastreiche Sicht bieten, denn bei Kunstlicht gibt es keine natürlichen Schatten und das perspektivische Sehen könnte beeinträchtigt werden. Wir gehen allerdings davon aus, dass das Licht so gut ist, dass wir nichts unternehmen müssen, schließlich sollte Flutlicht so hell wie Tageslicht sein.“ 

Hat der Zeitplan Einflüsse auf das Rennen?
„Es kann sein, dass es abends kühler wird, doch wird es in Singapur um 21:00 bestimmt immer noch wärmer sein als im Freien Training am Freitagnachmittag in Monza. Wir erwarten etwa 30 Grad, und selbst wenn der Streckenbelag am Abend etwas abkühlt, wird er etwa 40 Grad warm sein. Bei Regen besteht die Möglichkeit, dass Wassertropfen auf dem Visier im Flutlicht Blendeffekte erzeugen, doch wir werden die Visiere mit einer speziellen Beschichtung versehen, die das verhindert.“ 

Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef

Lewis‘ Vorsprung in der Fahrerweltmeisterschaft ist nach Monza auf einen Punkt zusammen geschmolzen. Werden Sie jetzt nervös?
„Wir sehen den Grund dazu nicht. Lewis hat in seinen bisher 31 Grand Prix 187 Punkte geholt, das sind im Schnitt sechs pro Rennen. Kein Formel-1-Fahrer machte in diesem Zeitraum mehr Punkte. 26 seiner 31 Grand Prix beendete Lewis in den Punkterängen, 20 auf dem Podium. Wir wollen jetzt an die Form des zweiten Saisondrittels anschließen, dann stimmt die Richtung.” 

Was ist in Monza schief gelaufen?
„Nach der Reifenwahl im Qualifying, die Lewis leider den 15. Startplatz einbrachte, zeigte er ein großartiges Rennen und überholte beeindruckend. Mit Heikkis zweitem und Lewis‘ siebtem Platz hat unser Team in Monza immer noch zehn Punkte geholt – es waren mehr drin. Andererseits: In den letzten sechs Rennen hat Lewis alleine so viele Punkte gemacht wie beide Fahrer unserer härtesten Konkurrenz.“ 

Das nächste Rennen ist der Grand Prix von Singapur, das erste Nachrennen der Formel 1. Was erwartet uns?
„Der Grand Prix von Singapur ist nach Melbourne, Monte Carlo, Montreal und Valencia das fünfte Stadtrennen im Kalender und der erste Grand Prix überhaupt, der nachts ausgetragen wird. Wir freuen uns vor allem auf die Atmosphäre dieses ersten Nachtrennens. Rund 1.500 extrem leistungsstarke Flutlichtleuchten wurden in Abständen von vier Metern rund um den über fünf Kilometer langen Kurs installiert und sollen die Strecke hell ausleuchten. In diesem ungewohnten Umfeld müssen sich die Fahrer auf 23 Kurven pro Runde konzentrieren, in sechs von ihnen wird langsamer als 100 km/h gefahren. Einmal pro Runde, auf dem rund 700 Meter langen Volllaststück auf dem Raffles Boulevard, erreichen die Fahrzeuge knapp 300 km/h. Diese Premiere ist sicher die spannendste in der gesamten Formel-1-Geschichte – mitten in der Nacht, mitten durch die Metropole.“

Quelle: PM Daimler

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