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ADAC GT Masters - Frank Kechele: "Der GT-Sport ist meine neue Leidenschaft"

08-07_adac-gt-masters_24_kechele_kInterview mit dem erst 21 Jahre alten ADAC GT Masters-Piloten 

01.08.2008 - Frank Kechele (21, Nördlingen) bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Meister des Formel Renault NEC 2007 steuert zusammen mit Routinier Harald Becker (54, Emmendingen) den Argo Racing-Lamborghini Gallardo mit der Startnummer 4.

Mit den Rennen in Assen begann die zweite Saisonhälfte im ADAC GT Masters. Wie sieht Ihre Zwischenbilanz aus?
Kechele: Ich bin eigentlich zufrieden. Im Vordergrund stand vor allem, dass ich viel lerne. Erst in meinem zweiten GT-Jahr will ich angreifen. Aber Harald und ich waren bereits in diesem Jahr vom Speed her eigentlich immer vorn dabei. Es macht sehr viel Spaß, den Lamborghini zu fahren und das Team ist auch super.

Wie schwierig war die Umstellung vom Formelauto auf den GT-Sportwagen?
Kechele: Es wird vor allem härter und mit Fahrzeugkontakt gefahren. Das gab es im Formel-Sport so gut wie gar nicht. Hier bekommt man auch schon einmal einen Schlag aufs Rad und das Auto ist danach weiterhin fahrtüchtig. Eine Riesenumstellung waren auch die Fahrerwechsel. Man muss das Lenkrad für den zweiten Fahrer verstellen und auch das Ab- und Anschnallen ist unter Rennbedingungen schon etwas anderes als bei Trockenübungen. Und wenn man dann seinem Auto beim Fahren nur zusieht, ist es schon ein wenig komisch. Auch neu waren für mich die fliegenden Starts.

Warum haben Sie nach dem Titelgewinn im Formel-Sport den Wechsel in den GT-Sport gewagt?
Kechele: Mir war klar, dass wegen meines Alters der Zug zu einer Profi-Karriere im Formel-Sport wohl schon abgefahren war. Daher entschloss ich mich zum Wechsel in das ADAC GT Masters. Und ich muss sagen, dass es die absolut richtige Entscheidung war. Langfristig möchte ich den Sprung zu den Prototypen schaffen.

Wie kommen Sie mit Ihrem Partner Harald Becker klar, der ja einer der erfahrensten Fahrer überhaupt im ADAC GT Masters ist?
Kechele: Wir ergänzen uns gut. Harald ist sehr routiniert und weiß sofort, wenn etwas am Auto nicht stimmt und wie man dies beheben kann. Und auch bei der Elektronik, die im GT-Sport erlaubt ist, kann er mir weiterhelfen. Ich kann daher von seiner Erfahrung profitieren. Ich kann ihm dagegen bei einigen Strecken helfen, die er nicht kennt. So habe ich ihm zum Beispiel für Assen eine mehrseitige Streckenbeschreibung gegeben. Harald ist extrem motiviert. Er macht zurzeit das wohl härteste Fitnessprogramm seiner Karriere.

 Die nächsten beiden Rennen werden am 16. und 17. August auf dem Nürburgring ausgetragen. Was rechnen Sie sich dort aus?
Kechele: Es ist die erste Strecke, auf der ich bereits GT-Erfahrung habe, weil wir dort im Mai im Rahmen des 24-Stunden-Rennens zwei Masters-Läufe gefahren sind. Ich habe ein gutes Gefühl, denn wir waren dort sehr schnell, sind aber leider wegen Motorproblemen etwas eingebremst worden. Wenn diesmal alles gut läuft, können wir um Podestplätze mitkämpfen.

Was wollen Sie noch bis zum Saisonende erreichen?
Kechele: Wir würden gerne noch einen Sieg einfahren und unter die besten drei in der Fahrerwertung kommen. Den Titel werden jedoch wohl die gegenwärtigen Tabellenführer Christopher Haase und Albert von Thurn und Taxis sowie Tim Bergmeister unter sich ausmachen.

Quelle: PM ADAC

 

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