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Ein würdiges Finale der RMC-Saison 2006!

Auf dem Hunsrückring in Hahn fand bei herrlichem Spätsommer-Wetter das Finale der Deutschen ROTAX MAX Challenge 2006 statt. Dabei bot die Anlage von Norbert Stumpf wie schon in den Vorjahren den perfekten Rahmen  für ein sehenswertes Saisonfinale. Schon am Samstagabend lud RMC-Organisator Peter Kessler zu einem ausgiebigen Grillfest im Paddock-Club und präsentierte die Neuerungen für 2007, bei denen auch die Teilnehmer durch eine Umfrage aktiv mitarbeitet hatten. Zudem wurden schon traditionell die weiblichen Teilnehmer geehrt und Live-Musik sorgte für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Für einige kam das Klingeln des Weckers dann auch verständlicherweise zu früh; doch alles Klagen half nichts: Am Sonntag wurde es auf der Strecke noch ein letztes Mal ernst für die rund 90 Teilnehmer. In allen drei Klassen war die Titelfrage und damit die Reise zum Weltfinale nach Portugal noch offen. Bei den JuniorMAX sollte die Entscheidung zwischen Christian Schweiger (Kombi), Toni Greif (MBA/VRK) und Maximilian Severin (MBA/VRK) fallen. In der MAX-Klasse hatte Andreas Matis (Kombi) die besten Karten gefolgt von Bastian Rasper (MBA/VRK) und Paul Walczok (Swiss Hutless). Bei den MAX-DD2 konnte Tabellenführer Carsten Müller (M-Tec) beruhigt ins Rennen gehen, nachdem Patrick Mohr (MBA/VRK) die Finalpunkte aus Wittgenborn nachträglich aberkannt wurden. Nur ein "Nichtantreten" Müllers hätte für eine Überraschung sorgen können.

JuniorMAX

Wie schon bei den letzten Rennen bestätigte Oliver Korn (Energy) auch im Zeittraining von Hahn seine gute Vorstellung und fuhr die Bestzeit. Doch mit nur acht Tausendstel Sekunden Rückstand folgte Philipp Pogoda (MBA/VRK) mit seinem besten Trainingsergebnis auf Platz zwei und war durchaus in Schlagdistanz. Tabellenführer Christian Schweiger (Kombi) konnte mit dem dritten Startplatz durchaus zufrieden sein, auch wenn er mit Maximilian Severin (MBA/VRK) einen Titelkonkurrenten direkt neben sich stehen hatte. Max Hornbach (MBA/VRK), Daniel Hoppe (M-Tec), Patrick Kreutz (Birel), Dominik Vasold (MBA/VRK), Kevin Keglevic (Kombi) und Philipp Roebers (Tony) komplettierten die ersten fünf Startreihen. Ein Waterloo erlebte der Tabellenzweite Toni Greif. In den freien Trainings noch ganz vorne mit dabei, rutschte er im Zeittraining auf Rang 20 zurück, was die Titelchancen natürlich nicht verbesserte. "Wir haben vergessen den Luftdruck anzupassen. Ich hatte fast zwei bar im Reifen - da geht dann nichts mehr", so Greif zum verkorksten Zeittraining. Für den Trainingszweiten Pogoda folgte im Nachhinein noch eine Strafversetzung ans Ende des Feldes, da die technische Kontrolle einen nicht konformen Motor diagnostizierte.

Gleich nach dem Start zum Prefinale wetzten Korn und Schweiger die Messer, indem sie in den ersten Runden gleich mehrfach die Spitze wechselten. Erst als sich das Feld sortiert hatte, führte Korn vor Schweiger, Severin, Kreutz, Hornbach und Vasold. Severin nutzte dann seine Chance um Platz zwei zu übernehmen und setzte den Führenden unter Druck. Doch Korn sollte bis ins Ziel alles unter Kontrolle haben und fuhr den Laufsieg vor den Titelanwärtern Severin und Schweiger nach Hause. Platz vier ging an Kreutz, der sich vor einem grandios fahrenden Greif (Startplatz 19) behaupten konnte. Auch Hornbach und Vasold auf den Rängen sechs und sieben lagen im Ziel zeitlich noch in Schlagdistanz zur Spitzengruppe.

Korn, Schweiger, Greif, Vasold, Severin und Kreutz - so lautete die Reihung nach der ersten Runde zum Finale. Keiner dieser Truppe schien hier zunächst ausreißen zu können, einzig Greif sorgte zu Rennbeginn für eine hohe Pace und verbesserte sich schnell auf den zweiten Rang. Danach blieben die Positionen des "D-Zugs" erst mal unverändert. Zur Halbzeit konzentrierte sich das Geschehen auf zwei Duos: Zum einen kämpften Korn und Greif um den Sieg, während sich Schweiger und Kreutz um Rang drei duellierten. Und es war Kreutz, der am Ende für das Salz in der Suppe sorgte: Zunächst kämpfte er sich an Schweiger vorbei, um dann in Windeseile die Lücke zu Korn und Greif zuzufahren. In den letzten zwei Runden war der Birel-Pilot dran an den Führenden. Als dann der Zweitplatzierte Greif seinen Angriff auf Korn vortrug, fackelte Kreutz nicht lange und schoss von Platz drei gleich an beiden Konkurrenten vorbei! Da die letzte Runde schon lief, war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Hinter dem jubelnden Kreutz komplettierten Korn und Greif das Podium. Aber auch bei der Zieldurchfahrt des Viertplatzierten gab es im wahrsten Sinn Freudensprünge: Christian Schweiger sicherte sich mit einem kontrollierten vierten Platz den Meistertitel der JuniorMAX und unterstrich dies mit einer akrobatischen Einlage. Platz Fünf ging an Dominik Vasold, der sich mit einer kampstarken Leistung gegen eine ganze "Meute" behaupten konnte.

 

MAX

Gaststarter Bastian Krapoth (Birel) bescherte sich überraschenderweise die Pole-Position im Zeitfahren. Mit nur 78 Tausendstel Rückstand folgten dahinter zeitgleich (!) Sebastian Silberling (CRG) und Sebastian Thiel (MBA/VRK). Selbst dem Viertplatzierten Alexander Möhring (MBA/VRK) fehlten nur 79 Tausendstel. Auf Platz sechs folgte dann mit Bastian Rasper (MBA/VRK) der bestplatzierte Titelkandidat vor Teamkollege Tobias Holzhäuser. Die vierte Startreihe teilten sich Martin Gruppe (M-Tec) und der Tabellendritte Paul Walczok (Swiss Hutless). Tommy Helfinger (M-Tec) auf neun und der Meisterschaftsführende Andreas Matis (Kombi) schafften als Letzte den Sprung unter die Top Ten. "Eigentlich sollte es dieses Wochenende zum Titel reichen. Wenn ich keinen Ausfall habe, reichen mir Platzierungen hinter Rasper und Walczok", so Matis vor den Rennen.

Im Prefinale der ersten Gruppe ließ Pole-Setter Bastian Krapoth nichts anbrennen. Unangefochten holte er sich den Sieg vor dem Gespann Rasper, Thiel, Helfinger und Gruppe. In der zweiten Gruppe ging es enger zu. Hier musste sich Silberling über das gesamte Rennen gegen Möhring wehren. In der vorletzten Runde kam es dann zu einer dramatischen Aktion: Als Möhring den Führenden eingangs Start-Ziel attackierte, geriet er von der Ideallinie und drängte ausgerechnet seinen nachfolgenden Teamkollegen Holzhäuser ab. Letzterer stieg über Möhrings Kart auf und drehte sich. Auch Möhring musste mit defektem Auspuff noch Positionen abgeben. So feierte Silberling letztlich seinen dritten Prefinalsieg in Folge. Dahinter kreuzte Matis als Zweiter den Zielstrich und festigte damit seinen Punktevorsprung deutlich. Dennis Gerhards, Paul Walczok und ein ramponierter Alexander Möhring vervollständigten die ersten Fünf.

Mit Spannung erwartete man nun das Finale der besten 24 Prefinalisten und der zehn Hoffnungslauf-Kandidaten (hier gewann Holzhäuser vor Kowalska und Meissner). Gleich nach dem Start setzte sich Krapoth an die Spitze; im Schlepptau Silberling, Rasper, Thiel, Helfinger, Matis und Walczok. Letzterer sollte zum großen Vormarsch blasen. Er machte Platz um Platz gut und schaffte es letztlich sogar noch Platz drei zu erobern. Vorne war das Rennen zur Halbzeit klar. Krapoth hatte sich einen kleinen Sicherheitsabstand herausgefahren und kreuzte vor Silberling als Erster den Zielstrich. Die Plätze vier  bis sieben gingen an Rasper, Thiel, Neueinsteiger Nico Monien und Gruppe. Dann folgte mit Andreas Matis der neue MAX-Champion 2006. Er war im Finale kein Risiko mehr eingegangen, hielt sich aus allen Rangeleien heraus und sicherte sich mit Platz acht den Titel. Damit bewies er, dass es dieses Jahr vor allen Dingen auf Konstanz ankam, schließlich gewann er (wie auch Schweiger bei den JuniorMAX) kein einziges Finalrennen in diesem Jahr.

 

MAX-DD2

Mit fast drei Zehnteln Vorsprung kassierte Carsten Müller (M-Tec) auch in Hahn die Pole-Position und ebnete sich damit bereits den Weg zur Titelverteidigung. Patrick Mohr (MBA/VRK) folgte auf Platz zwei, war aber durch den nachträglichen Wertungsauschluss von Wittgenborn um seine Titelchancen gebracht. Den dritten Platz sicherte sich Manuel Scheibinger (Birel) vor Kris Heidorn (CRG) und Sebastian Gretkiewicz (CRG). Lothar Winzen als Tabellenzweiter beendete das Zeittraining mit der sechstschnellsten Zeit und wahrte sich seine letzten theoretischen Titelchancen.

Imposant setzte sich Müller auch beim Prefinale in Szene. Vom Start weg hechtete der Saarländer in Front und setzte sich deutlich von seinen Verfolgern ab. Im Ziel gewann er mit sieben Sekunden Vorsprung. Der Kampf um Platz zwei war weitaus interessanter. Hier duellierten sich Scheibinger und Heidorn über die gesamte Renndistanz. Letztlich sollte der Birel-Pilot den Spoiler vorne haben. Mohr blieb nach einem bescheidenen Start noch der vierte Platz vor Gretkiewicz und Winzen, der vier Runden vor Schluss Probleme mit der Technik bekommen hatte.

Im Finale machte Müller dann alles klar. Ein sauberer Start-Ziel-Sieg mit fast zehn Sekunden Vorsprung brachte ihm nicht nur den Tagessieg, sondern auch endgültig den Titel und damit die Weltfinalteilnahme ein. Damit reist der M-Tec Pilot nun schon zum dritten Mal zur ROTAX Weltmeisterschaft. Doch zurück nach Hahn: Hinter Müller war es zunächst Heidorn, der sich auf Platz zwei behaupten konnte. Er wurde jedoch recht früh von Winzen abgefangen, der den zweiten Rang dann auch bis ins Ziel halten konnte. Heidorn komplettierte das Podium als Dritter, gefolgt von Mohr und Scheibinger.

 

Die Siegerehrung fand am Abend im gelungenen Rahmen des Paddock-Clubs statt. Neben den Tagessiegern wurden auch die drei Erstplatzierten der Meisterschaft geehrt und mit Sachpreisen beschenkt. Neben Fallschirmsprüngen wartete auch eine Alfano-Stoppuhr, gestiftet von Heinrich Franzen, auf die Platzierten. Abschließend versäumte es RMC-Organisator Peter Kessler nicht, sich noch einmal für die gelungene Saison 2006 zu bedanken: "Wir haben dieses Jahr eine fantastische Saison erlebt. Ich möchte mich bei allen Beteiligten herzlichst für ihren außergewöhnlichen Einsatz bedanken, ohne die eine Serie dieser Größenordnung nicht realisierbar wäre. Ein besonderer Dank gilt auch meiner Frau, die selbst aktiv mitarbeitet und speziell bei der Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen viel auf mich verzichten muss."

 

Finale JuniorMAX

  1. Patrick Kreutz, Birel
  2. Oliver Korn, Energy
  3. Toni Greif, MBA/VRK
  4. Christian Schweiger, Kombi
  5. Dominik Vasold, MBA/VRK
  6. Dennis Widdmann, Kosmic
  7. Maximilian Severin, MBA/VRK
  8. Max Hornbach, MBA/VRK
  9. Thomas Schöffler, MBA/VRK
10. Kevin Keglevic, Kombi
11. Bastian Dunkelmann, Energy
12. Daniel Stübinger, MBA/VRK
13. Daniel Hoppe, M-Tec
14. Philipp Pogoda, MBA/VRK
15. Kevin Fahnauer, Birel
16. Christopher Sutschu, Mach 1
17. Marc Bies, MBA/VRK
18. Itja Khanan, Swiss Hutless
19. Philipp Roebers, Tony
20. Christian Knogler, Kosmic
21. Kevin Groß, CRG
22. Kevin Hamann, Swiss Hutless
23. Niklas Rosenbach, CRG
24. Lukas Hein, CRG
25. Anne Trompertz, Tony

 

nicht klassifiziert:

Alexander Bensch, Mach 1
Malte Poelka, Energy
Fabian Müller, Energy
Marvin Gnadt, CRG
Christoph Löffler, Swiss Hutless

 

Finale MAX

  1. Bastian Krapoth, Birel
  2. Sebastian Silberling, CRG
  3. Paul Walczok, Swiss Hutless
  4. Bastian Rasper, MBA/VRK
  5. Sebastian Thiel, MBA/VRK
  6. Nico Monien, Mach 1
  7. Martin Grupe, M-Tec
  8. Andreas Matis, Kombi
  9. Tommy Helfinger, M-Tec
10. Michaela Eneglhard, MBA/VRK
11. Dennis Gerhards, M-Tec
12. Alexander Voll, M-Tec
13. Natalia Kowalska, MBA/VRK
14. Tobias Holzhäuser, MBA/VRK
15. Maximilian Schickedanz, Mike Wilson
16. Alex Hrebicek, Mach 1
17. Sven Meissner, Swiss Hutless
18. Manuel Bertl, Swiss Hutless
19. Ronald Lackner, Swiss Hutless
20. Alexander Seitter, Swiss Hutless
21. Kai Honné, M-Tec
22. Benedikt Noormann, Dino
23. Tobias Michler, Tony
24. David Krafft, Mach 1
25. Dennis Heidorn, CRG
26. Rene van Spengen, Trulli
27. Bernd Stege, CRG
28. Johann Cörper, Mike Wilson
29. Maximilian Stenzer, Mach 1
30. Andreas Niedermeier, Trulli
31. Seweryn Szczepanik, ?
32. Vinznzo Maggio, Mike Wilson
33. Alexander Mähring, MBA/VRK

 

nicht klassifiziert:

Thomas Köhler, M-Tec

 

Finale MAX-DD2

  1. Carsten Müller, M-Tec
  2. Lothar Winzen, CRG
  3. Kris Heidorn, CRG
  4. Patrick Mohr, MBA/VRK
  5. Manuel Scheibinger, Birel
  6. Sebastian Gretkiewicz, CRG
  7. René Müller, M-Tec
  8. Falko Birkholz, CRG
  9. Marco Pantera, RM1
10. Henrik Schepler, M-Tec
11. Stefan Heinrich, RM1
12. Jürgen Herzberger, RM1
13. Danilo Engelhardt, M-Tec

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