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Dramatik pur – VRK / TOM-TECH Team dominant in Wittgenborn

Natalia_KowalskaDer vierte Lauf der Deutschen Rotax MAX Challenge führte das VRK / TOM-TECH Team ins „berüchtigte“ Wittgenborn. Die berühmten Wetterkapriolen die den anspruchsvollen Kurs in Wittgenborn so bekannt gemacht haben fanden dieses Jahr zwar nicht in dem Maße statt wie im letzten Jahr, trotzdem wurde es für das VRK/TOM-TECH Team zum bisher dramatischsten Rennen dieser Saison.

DD2
Patrick Mohr, bei dem in Ampfing nach dem Rennen noch ein Rippenbruch diagnostiziert wurde, meldete sich wieder fit. Schonte sich Patrick am Samstag noch und fuhr nicht jeden Trainingslauf mit, zeigte er bereits, dass er dieses Wochenende angreifen wollte und fuhr am Sonntag schnellste Trainingszeiten. Im Qualifying war dann die Überraschung groß. Patrick schaffte es erstmals, den amtierenden Meister mit abstand von der Pole zu verdrängen und damit vom besten Startplatz ins Prefinale zu starten. Nach dem Start fand sich Patrick zwar erst einmal auf Platz 2 wieder doch schon in der zweiten Runde holte er sich die Führung zurück. Bis Mitte des Rennens konnte sich Patrick souverän an der Spitze halten bis er die Führung wieder an den Meisterschaftsführenden abgeben musste. Reifenprobleme machten es ihm nicht mehr möglich die Führung zurück zu erkämpfen. Im Finale musste Patrick von der schlechteren rechten Seite starten und musste zunächst auch den Drittplatzierten ziehen lassen und sich auf Platz 3 orientieren. Mit schnellsten Rennrunden versuchte Patrick sich nach vorne zu kämpfen. Nach einem Fehler des Zweiten versuchte er diesen auszunutzen wurde bei dem Manöver aber auch unnötigerweise von der Strecke gedrückt. So fand er sich auf Platz 4 wieder. Bis zum Ende des Rennens schaffte es Patrick trotz harten Kampfes nicht mehr sich weiter nach vorne zu verbessern. Und so hinterließ seine mit Abstand schnellste Rennrunde (47,382 Sek.) einen guten Eindruck.

MAX Junioren
Mit Thomas Schöffler bot das VRK/TOM-TECH Team diesmal einen dritten Fahrer auf. Thomas, erstmals auf dem VRK-Chassis unterwegs, kam von Anfang an hervorragend mit dem neuen Material zurecht. Seine Teamkollegen Toni Greif und Maximilian Severin zeigten ebenfalls schon in den freien Trainings, daß mit ihnen zu rechnen sei. Im Qualifying zeigte sich dann auch die gute Performance der VRK-Piloten. Mit einem zweiten Startplatz für Maximilian Severin und einem dritten Startplatz für Toni Greif konnten sich beide VRK-Werkspiloten für die Finals empfehlen. Auch Thomas Schöffler erreichte mit einem 12. Startplatz bei der enormen Leistungsdichte im Juniorenfeld ein sehr beachtliches Ergebnis.

Im Prefinale kam es dann zu einem spannenden Vierkampf um die Spitze. Letztendlich konnte sich Toni den dritten Platz vor seinem Teamkollegen Maximilian Severin erkämpfen. Thomas Schöffler konnte den 11. Platz behaupten.

Im Finale kam dann alles ganz anders als gedacht. In einem hervorragenden und spannenden Rennen konnten sich Toni und Maximilian zunächst unter den ersten vier festsetzen. Doch einsetzender Regen zur Mitte des Rennens und ein Rennabbruch in der 14. Runde machte den beiden VRK-Piloten einen Strich durch die Rechnung. Toni Greif rutschte von der nassen Strecke ab und fand sich plötzlich auf Platz 11 wieder. Maximilian Severin, der noch vor dem Regen mit der zweitschnellsten eine tolle Aufholjagd startete und den enteilten ersten Dreien immer näher kam musste sich dem Regen geschlagen geben. Er fiel auf Rang 6 zurück. Thomas Schöffler konnte dem nassen Element mehr abgewinnen und verbesserte sich noch auf Platz 9 und erreichte damit sein bestes Ergebnis in dieser Saison.

Trotz dieser großen Enttäuschung bei Toni freute man sich dann trotzdem noch über ein gutes Gesamtergebnis bei den Junioren für die Marke VRK. Marc Bies und Phillipp Pogoda, Markenkollegen der VRK / TOM-TECH Piloten, hielten die Fahnen für VRK hoch. Marc konnte mit einem tollen Rennen den dritten Platz erkämpfen und Phillipp erreichte ebenfalls mit einer sehr guten Leistung den fünften Platz. Somit platzierten sich 5 VRK-Piloten unter den ersten 11 und zeigten wieder einmal, dass VRK auf dem Vormarsch ist. Das VRK/TOM-TECH Team gratuliert den beiden Markengefährten Marc und Phillipp zu ihrer grossartigen Leistung in Wittgenborn.

MAX Senioren
Die vier Senioren Fahrer des VRK/TOM-TECH Teams ließen es an diesem Rennwochenende ebenfalls mal wieder richtig krachen. In den freien Trainings zeigten sich Alexander Möhring, Natalia Kowalska, Bastian Rasper und Tobias Holzhäuser gut aufgelegt. Am Rennsonntag dann standen alle vier Fahrer in den Trainings immer wieder in den oberen Rängen. Nach dem Zeittraining stand dann das komplette VRK/TOM-TECH Team unter den ersten sieben Fahrern. Tobias Holzhäuser fand endlich wieder zu alter Stärke zurück und belegte einen 2. Qualifyingplatz gefolgt von Natalia Kowalska (3.), Bastian Rasper (6.) und Alexander Möhring (7.). Damit starteten Natalia Kowalska und Alexander Möhring im ersten Prefinale von Position 2 und 4 und im zweiten Prefinale Tobias Holzhäuser und Bastian Rasper von 1 und 3.

Im ersten Prefinale musste sich Natalia nach der Zielflagge einen Platz zurück, auf Platz 3, orientieren, während Alexander seinen vierten Startplatz bis zum Ende des Rennens verteidigen konnte. Im zweiten Prefinale musste sich Tobias Holzhäuser ebenfalls einen Platz zurückorientieren und belegte nach Zieldurchfahrt Platz 2 vor seinem Teamkollegen Bastian, der seinen 3. Startplatz sicher bis ins Ziel fuhr.

Mit diesen hervorragenden Platzierungen belegten die VRK/TOM-TECH Piloten die Startreihen 2 bis 4 und damit ein absolut überzeugendes Teamergebnis.

Was sich dann zum Finale abspielte war an Dramatik kaum zu überbieten. Während bei den Junioren der Finallauf durch den einsetzenden Regen durcheinandergewürfelt wurde, gabe es im Vorstartbereich tumultartige Szenen. Da es sich bei dem Regen nur um einen kurzen Schauer handelte waren einige Fahrer nicht bereit auf Regenreifen zu wechseln was heftige Diskussionen mit den Offiziellen zur Folge hatte. Es war WET-RACE ausgerufen und keiner verstand, warum Regenreifen angeordnet (!!??)  wurden. Eine Fahrerbesprechung klärte die Situation und alle die auf Regen gewechselt hatten rüsteten wieder auf Slicks um. Dies führte natürlich zu einer enormen Hektik im Vorstartbereich. Das Drama nahm aber weiter seinen Lauf. Der von Platz 4 aus startende Tobias Holzhäuser kämpfte mit einen Radstern auf der Hinterachse. Dieser ließ sich aufgrund einer defekten Schraube nicht mehr lösen. Mit drei Slicks und einem Regenreifen wäre aber ein Rennen undenkbar. Mit letzter Not bekam man den Regenreifen dann doch noch von der Achse. Dem nicht genug wollte man nun noch den Luftdruck überprüfen und musste mit entsetzen feststellen, dass nur noch 0,3 bar auf einem Hinterreifen war.

Nun war aber die Zeit abgelaufen und es sollte losgehen. Also Augen zu und durch.
Nachdem alle anderen auch wieder auf Slicks umgerüstet hatten ging es los in die Aufwärmrunden. Doch einer blieb stehen. Ausgerechnet der bis dahin nur einen Punkt hinter dem Führenden der Gesamtwertung liegende Alexander Möhring blieb stehen. Ein defekter Anlasser entschied wohl vorzeitig dass Meisterschaftsaus des symphatischen Paderborners. Alle Versuche den Motor doch noch zum Laufen zu bringen scheiterten und so musste Alexander mit riesengrosser Entäuschung zusehen wie seine Mitstreiter in das Rennen starteten. Dem nicht genug wurde der Ausfall Alexanders von einem absolut unbeteiligten Rennteam mit Sekt begossen. Derartige Unsportlichkeiten gehören ebensowenig  in die RMC wie die von Organisator Peter Kessler angesprochenen Anfeindungen mit den ausländischen Gaststartern. Das VRK/TOM-TECH Team distanziert sich entschieden gegen solche Unsportlichkeiten.

Der Rennverlauf im Finale war dann spannend wie nie in dieser Saison. Nachdem sich Kowalska, Holzhäuser und Rasper als 4., 5. und 6. einsortiert hatten kam es zum Ende des Rennens noch einmal zu harten Positionskämpfen unter den ersten fünf. In der letzten Runde dann, drei Kurven vor der Ziellinie attackierte der Zweite den Führenden und es kam prompt zu einer Berührung aus der dann auch eine Kollision zwischen den Zweit- und Drittplatzierten entstand. Nutznießer dieses Rennunfalls waren Kowalska und Holzhäuser, die sich auf den letzten Metern noch als zweite und dritter aufs Podium fahren konnten. Rasper konnte sich durch diese Situation ebenfalls um einen Rang verbessern und den fünften Platz belegen. Zu erwähnen ist noch das Rasper mit 47.580 Sek. die schnellste Holzhäuser mit 47.631 Sek. die zweitschnellste und Kowalska mit 47.733 die drittschnellste Rennrunde gefahren sind.

Text: Eric Rosenberg
Fotos: Timo Deck MX-L, Eric Rosenberg

Quelle: Pressemitteilung TOM-TECH

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