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RMC - Halbzeitrunde in der Hitze Ampfings

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Start MAX Senioren
3. Lauf zur Deutschen ROTAX MAX Challenge in Ampfing am 09. Juli 2006

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Ampfing war Austragungsort des dritten Laufs zur Deutschen ROTAX MAX Challenge. Dabei meldeten 96 Piloten für das Rennen der Saisonhalbzeit. Wurden der RMC schon beim letzten Lauf in Oschersleben sommerliche Temperaturen beschert, setzte Petrus in Ampfing noch einen drauf. Tropische, schwül-warme Verhältnisse am Trainingssamstag und ein nahezu wolkenloser Himmel am Sonntag sorgten für Temperaturen jenseits der 30 Grad. Abkühlung und Ablenkung gab es jedoch am Samstagabend. Im Bahnrestaurant zeigten die Motorsportler, dass auch sie von der Fußball-Euphorie gepackt worden sind. Und so feierte man ausgelassen den 3:1-Sieg der Deutschen-National-Elf, in der Hoffnung, dass man am Rennsonntag selbst ein ebenso erfolgreiches Ergebnis einfahren würde.

JuniorMAX
Die JuniorMAX stellte in Ampfing einen neuen Rekord auf: 36 Teilnehmer hatten für das Rennen genannt, so dass kurzfristig eine Warteliste eingeführt werden musste. Um dem Rekordfeld her zu werden gab es dann in der dritten freien Trainingssitzung auch ein Novum in der RMC. In Absprache mit den Fahrern entschied man sich kurzfristig das Startprozedere zu üben, was auch auf Anhieb gut gelang und sich in den Rennen bewähren sollte.

Das randvolle Feld dominierte Oliver Korn (Energy) im Zeittraining. Dabei schaffte er mit 44.990 als Einziger den Sprung in die 44er Zeiten. Neben ihm sicherte sich Dennis Widdmann (Kosmic) mit deutlichem Rückstand von 0.349 Sekunden den zweiten Startplatz. Reihe zwei bildeten Marvin Gnadt (CRG) mit 44.365 und Christian Schweiger (Kombi) mit 45.452. Max Hornbach (VRK), Toni Greif (VRK), Patrick Kreutz (Birel), Philipp Pogoda (VRK), Helmut Dutz (M-Tec) und Maximilian Severin (M-Tec) bildeten die ersten zehn des Zeittrainings.

Äußerst diszipliniert verlief der Start, nicht zuletzt auch dank der Generalprobe im freien Training. An der Spitze konstatierte die Zeitnahme den Trainingsschnellsten Oliver Korn, der sich vor Dennis Widdmann und Christian Schweiger behaupten konnte. Die ersten drei Positionen waren dann auch früh bezogen. Korn fuhr eine schnelle Rennrunde nach der anderen und lief mit über vier Sekunden Vorsprung als ungefährdeter Sieger ein. Hinter ihm wurde es am Ende noch einmal eng als Schweiger doch noch seine Chance witterte den Zweitplatzierten Widdmann zu überholen. Letztlich sollte sich aber nichts mehr an der Reihenfolge ändern. Auf Platz vier sah Marvin Gnadt die Zielflagge. Der CRG-Pilot war ein tapferes Rennen gefahren, indem er sich gegen Toni Greif, Max Hornbach, Patrick Kreutz und Ronald Lackner zur Wehr setzen musste, die ihrerseits kräftig ihre Positionen wechselten. Die Ränge fünf bis zehn im Ziel gingen dann an Hornbach, Greif, Lackner, Kreutz, Severin und Keglevic.

Auch beim Finale setzte sich Oliver Korn sofort in Front und um es vorweg zu nehmen; er sollte auch diesmal die Nase vorn haben. Unangefochten löste er sich von seinen Verfolgern und feierte im Ziel einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg mit sage und schreibe sechs Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Christian Schweiger, der ebenfalls über weite Strecken ein einsames Rennen fuhr. Dahinter ging es enger zur Sache: Zunächst war es Marvin Gnadt, der eine gewaltige Verfolgertruppe ab Rang drei anführte, doch gegen Ende konnte er die Pace nicht mehr mitgehen und musste seine Gegner nacheinander ziehen lassen. Das Duell um Platz drei fokussierte sich in den letzten Runden auf Dennis Widdmann und Toni Greif, wobei der Kosmic-Pilot das glücklichere Händchen im Ziel hatte. Gnadt, Keglevic, Bies, Kreutz und Severin bildeten die weiteren Positionen im Ziel.

MAX
In der brütenden Mittagssonne war es die Gruppe der geraden Startnummern, die den Ton im Zeittraining angab. Allen voran setzte Swiss Hutless-Pilot Paul Walczok die Bestmarke mit 44.632 Sekunden. Nur um Bruchteile langsamer sicherte sich Sebastian Silberling (CRG) mit 44.697 Sekunden die zweitschnellste Runde. Gaststarter Dominik Kraihamer (Intrepid) komplettierte die ersten drei mit 44.877. Auf Rang vier folgte mit Andreas Matis (Kombi) der schnellste Pilot der ungeraden Startnummern mit 0.251 Sekunden Rückstand. Platz fünf sicherte sich der schnellste der freien Trainings, Bastian Rasper (VRK), mit 44.886. Kai Honné (M-Tec) landete mit der sechstschnellsten Zeit sein bestes Qualifying Ergebnis und zeigte sich mit Natalia Kowalska (VRK) auf Platz sieben in sympathischer Gesellschaft. Die Positionen acht bis zehn gingen an Martin Gruppe (M-Tec), Tobias Holzhäuser (VRK) und René van Spengen (Gillard). Auch in Ampfing zeigte sich die enorme Leistungsdichte, denn nicht weniger als 33 der 44 Piloten blieben innerhalb von einer Sekunde.

Das Prefinale fand wie gewohnt - bedingt durch die hohe Starterzahl - in zwei getrennten Gruppen statt. Im Prefinale der Gruppe 1 ließ Paul Walczok keinen Zweifel aufkommen und fuhr einen sauberen Start-/Ziel-Sieg nach Hause. Zwar kam Dominik Kraihamer gelegentlich in Angriffsposition, doch einen Weg vorbei fand der Intrepid-Mann nicht. Platz drei ging im Ziel an Bastian Rasper vor seinen beiden Stallgefährten Natalia Kowalska und Tobias Holzhäuser.

Das Prefinale der zweiten Gruppe sah Andreas Matis als Startgewinner. Doch der Kombi-Pilot konnte gerade einmal zwei Runden Führungsluft schnuppern bis ihn Sebastian Silberling in seine Schranken wies. Fortan gab es für Silberling kein Halten mehr. Der CRG-ler fuhr mit fast fünf Sekunden Vorsprung zum Sieg. Dabei profitierte er auch vom Kampf hinter sich, wo Matis rundenlang die Attacken eines exzellent aufgelegten Martin Gruppe abwehren musste. Letztlich reichte es für Matis zum zweiten Platz vor Gruppe und van Spengen. Die Top fünf komplettierte Sebastian Thiel im Ziel.

Die besten zwölf Piloten beider Prefinals und die ersten zehn des Hoffnungslaufs (hier siegte Alex Hrebicek vor Andreas Krafft und Maximilian Schickedanz) trafen nun im Finale zum gemeinsamen Kräftemessen aufeinander. Einem tadellosen Start folgte ein ebenso faires wie spannendes Rennen. Positionskämpfe waren im ganzen Feld angesagt. Die Spitze übernahm Pole-Setter Walczok vor Kraihamer, Rasper, Silberling und Kowalska. Dieses Quintett löste sich vom Rest des Feldes und fuhr lange Zeit in dieser Formation. Erst gegen Rennende war es Silberling, der seine Reserven ausschöpfte und sich an Rasper vorbei auf Platz drei bremste. Im Anschluss setzte er auch noch den Zweitplatzierten Kraihamer unter Druck, fand aber letztlich keinen Weg vorbei. Ganz vorne feierte Walczok nach einem sicheren und kontrollierten Rennen seinen ersten Saisonsieg vor Kraihamer und Silberling. Knapp dahinter komplettierten Rasper und Teamkollegin Kowalska die ersten Fünf. Um Platz sechs entbrannte das Prefinal-Duell Matis/Grupe ein weiteres Mal, aber auch diesmal behielt der routinierte Kombikart-Pilot die Oberhand. Manuel Bertl, Denis Thum und Alexander Möhring vervollständigten das Ergebnis der ersten Zehn. Die letzten Worte gehörten dem strahlenden Sieger: "Es war eine lange Durststrecke und umso mehr freut es mich endlich wieder einmal ganz oben stehen zu können", erklärte der Champion von 2002, und weiter "Wir haben ein super Distanz-Setup für die Rennen gefunden. Alles funktionierte perfekt, vor allem auch die neue MAGURA-Bremsanlage. Ich konnte mich stets auf meine Runden konzentrieren und brauchte mich zu keinem Zeitpunkt nach meinen Verfolgern umzudrehen", resümierte Walczok, der gleich nach der Siegerehrung zum Flughafen eilte, um noch zu seiner Abschlussfahrt zu fliegen.

MAX-DD2
Zuwachs gab es auch bei den MAX-DD2 zu vermelden. So hieß man in Ampfing mit ROTAX-Testpilot Darell Smith und dem EuroChallenge-Ass Ben George nicht nur zwei Topfahrer willkommen, sondern stellte mit 16 Startern das bislang größte Fahrerfeld der Saison.

Im Zeittraining trumpften die beiden Gaststarter gehörig auf. Besonders Ben George (Intrepid) dominierte mit 44.151 Sekunden deutlich das Feld. Mit abgeschlagenen 0.422 Sekunden Rückstand musste sich der amtierende Meister Carsten Müller (M-Tec) mit Platz zwei zufrieden geben. Hinter ihm sorgte Darell Smith (44.704), der erstmals das 2006-er Modell des neue RM1-Kart pilotierte, für ein "australisches Sandwich", mit Müller in der Mangel. Platz vier mit einer Zeit von 44.746 ging an Patrick Mohr (VRK), der genauso wie Lothar Winzen (44.934) auf fünf, noch unter der Schallmauer von 45 Sekunden blieb. Sebastian Gretkiewicz, Manuel Scheibinger, Kris Heidorn, Marco Pantera und René Müller komplettierten die ersten zehn.

Ben George schaffte es endlich der "ewigen" Siegesserie Carsten Müllers ein Ende zu setzen. Nachdem der Australier schon im Zeittraining deutlich schneller war als die Konkurrenz, war auch im Prefinale kein Kraut gegen den Intrepid-Piloten gewachsen. Er übernahm gleich am Start die Spitze und setzte sich im Folgenden Runde um Runde ab und kreuzte letztlich als Sieger den Zielstrich. Carsten Müller zeigte eine solide Leistung mit einem nie gefährdeten zweiten Rang und schaffte es auch bis auf zwei Zehntel an die Rundenzeiten von George heran zu kommen. "Das Ergebnis geht schon in Ordnung. Nach ca. vier Runden ist mir der erste Gang ausgefallen und ich musste den Rest des Rennens im zweiten Gang fahren", so der zweifache Weltfinal-Teilnehmer. Platz drei gehörte zu Rennbeginn noch Darell Smith. Doch der RM1-Pilot musste zur Halbzeit Patrick Mohr vorbeilassen. Letzterem gelang es in den verbliebenen Runden Smith und Scheibinger in Schach zu halten und den dritten Rang ins Ziel zu bringen. Auch das Duell um Platz sechs war nicht minder sehenswert: Gretkiewicz und Heidorn lieferten sich hier über die gesamte Renndistanz packende Positionskämpfe, die letztlich Gretkiewicz für sich entscheiden konnte.

Auch das Finale war fest in der Hand von Ben George. Erneut übernahm der Australier die Spitze gefolgt von Carsten Müller. Beide setzten sich Runde um Runde vom Rest des Feldes ab. Müller konnte diesmal sogar die Speed des Führenden halten, doch zu einem Angriffsversuch sollte es nicht ausreichen. Platz drei ging im Ziel an Patrick Mohr, der sich die gesamte Renndistanz über gegen einen mit Rippenschmerzen angeschlagenen Manuel Scheibinger und Darell Smith wehren musste. Letzterer schien seinen fünften Rang kurz vor Rennende mit einem Fahrfehler verspielt zu haben, der ihn letztlich bis auf Platz zehn zurück warf. Doch der Australier klärte auf: "Ich wollte mich in den letzten Runden nicht in unnötige Kämpfe einmischen, da ich nur als Gaststarter gemeldet bin und Testkilometer mit dem neuen RM1 sammeln wollte. Darum hab ich mich am Ende zurückfallen lassen. Das Wochenende war trotzdem sehr aufschlussreich, was das Modell 2006 des RM1 angeht. Wir haben gesehen, dass es das Potenzial für die Spitze hat - und das ist die Hauptsache", schilderte ein fairer Darell Smith. So freute sich Kris Heidorn im Ziel über den geerbten fünften Schlussrang.

Insgesamt haben wir in Ampfing wohl die fairsten Rennen des Jahres gesehen. Trotz der hohen Teilnehmerzahl verliefen alle (!) Starts ohne jeglichen Zwischenfall. Selbst in den Rennen gab es bis auf kleinere Ausrutscher keinerlei Kollisionen und das, obwohl an allen Ecken und Enden kräftig um die Positionen gekämpft wurde. Die RMC wurde ihrem Ruf mehr als gerecht und bewies, dass sie eine Meisterschaft ist, in der Fariness mit "großem Sport" einhergeht.

Finale JuniorMAX
1. Oliver Korn, Energy
2. Christian Schweiger, Kombi
3. Dennis Widdmann, Kosmic
4. Toni Greif, Mari
5. Ronald Lackner, Swiss Hutless
6. Marvin Gnadt, CRG
7. Kevin Keglevic, Kombi
8. Marc Bies, Mari
9. Patrick Kreutz, Birel
10. Maximilian Severin, Mari
11. Philipp Roebers, Tony
12. Dominik Vasold, Mari
13. Christian Knogler, Kosmic
14. Max Hornbach, Mari
15. Daniel Hoppe, M-Tec
16. Helmutz Dutz, M-Tec
17. Alexander Bensch, Mach 1
18. Kevin Hamann, Swiss Hutless
19. David Lux, M-Tec
20. Kevin Fahnauer, Birel
21. Daniel Stübinger, Mari
22. Christoph Löffler, Swiss Hutless
23. Raphael Ramold, Mari
24. Itja Khanan, Swiss Hutless
25. Philipp Pogoda, Mari
26. Alex Arndt, Swiss Hutless
27. Thomas Schöffler, Tony

nicht klassifiziert:
Lukas Hein, CRG
Karl Philipp Reiner, Tibi
Niklas Rosenbach, CRG

Finale MAX
1. Paul Walczok, Swiss Hutless
2. Dominik Karihamer, Intrepid
3. Sebastian Silberling, CRG
4. Bastian Rasper, Mari
5. Natalia Kowalska, Mari
6. Andreas Matis, Kombi
7. Martin Grupe, M-Tec
8. Manuel Bertl, Swiss Hutless
9. Denis Thum, M-Tec
10. Alexander Möhring, Mari
11. Sebastian Thiel, Mari
12. Rene van Spengen, Gillard
13. Bastian Krapoth, Birel
14. Dennis Horneff, Mike Wilson
15. Tolga Özkaynak, Birel
16. Sven Meissner, Swiss Hutless
17. Fabian Kopf, Swiss Hutless
18. Alex Hrebicek, Mach 1
19. Alexander Seitter, Swiss Hutless
20. Seweryn Szczepanik, ?
21. Andreas Krafft, Mach 1
22. Patrick Weiß, Birel
23. Niels Rose, M-Tec
24. David Krafft, Mach 1
25. Benedikt Noormann, Dino
26. Kai Honné, M-Tec
27. Tommy Helfinger, CRG
28. Tobias Michler, Tony
29. Sebastian Rinne, CRG
30. Michaela Eneglhard, Mari
31. Alexander Voll, M-Tec
32. Dennis Gerhards, M-Tec

nicht klassifiziert:
Maximilian Schickedanz, Mike Wilson
Tobias Holzhäuser, Mari

Finale MAX-DD2
1. Ben George, Intrepid
2. Carsten Müller, M-Tec
3. Patrick Mohr, Mari
4. Manuel Scheibinger, Birel
5. Kris Heidorn, CRG
6. Conny Bayer, RM1
7. Sebastian Gretkiewicz, CRG
8. Lothar Winzen, CRG
9. Jannik Olivo, CRG
10. Darell Smith, RM1
11. Henrik Schepler, M-Tec
12. Falko Birkholz, CRG
13. Jürgen Herzberger, RM1

nicht klassifiziert:
Danilo Engelhardt, M-Tec
René Müller, M-Tec
Marco Pantera, RM1

[MK]

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Rotax Max Challenge 


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