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2. Lauf RMC - Kühle Köpfe im Hitzekessel

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Start JuniorMAX
2. Lauf zur Deutschen ROTAX MAX Challenge in Oschersleben am 11. Juni 2006

Pünktlich zum zweiten Lauf der Deutschen ROTAX MAX Challenge hielt der langersehnte Sommer Einzug und verwandelte das Flachland der Magdeburger Börde mit wolkenlosem Himmel und Temperaturen über 30°C in einen wahren Hitzekessel. 91 Teilnehmer stellten sich der hitzigen Herausforderung und sollten - im Gegensatz zum Saisonstart - diesmal auf der Strecke einen kühlen Kopf bewahren; nicht zuletzt auch nachdem Organisator Peter Kessler noch einmal an die Disziplin der Fahrer appelliert hatte.

JuniorMAX

Oliver Korn setzte verglichen zu den Klassen MAX und MAX-DD2 bei den JuniorMAX deutlichere Zeichen. Mit 40.610 Sekunden war er gut eine Zehntel Sekunde schneller als der Eurochallenge Sieger Toni Greif. Auch der Drittplatzierte Patrick Kreutz folgte mit 40.928 schon mit deutlichem Abstand. Die Leistungsdichte konzentrierte sich im Mittelfeld: Von Rang vier an lagen hier bis zum 28. Rang alle innerhalb von nur einer Sekunde. Alexander Bensch (41.047), Malte Poelka (41.048), Kevin Fahnauer (41.055), Ilja Khanan (41.083), Max Hornbach (41.116), Maik Siebecke (41.117) und Daniel Hoppe (41.136) nahmen die Positionen vier bis zehn ein.

Trotz mahnender Worte von Seiten der Rennleitung muss es wohl an der hochstehenden Sonne gelegen haben, die einigen Piloten am Start zum Prefinale aufs Gemüt drückte. Nicht anders ist es zu erklären, dass sich schon in der ersten Kurve sechs Piloten in einer Kettenreaktion um ihre Chancen brachten und sich selbst ins vorzeitige Aus bugsierten. Die Spitze blieb von diesem Zwischenfall unbehelligt: Hier setzte sich Oliver Korn (Energy) an die Spitze vor Toni Greif (VRK) und Alexander Bensch (Mach1). Die Positionen schienen über weite Strecken des Rennens bezogen, bis es gegen Ende doch noch enger wurde und Greif den Führenden unter Druck setzte. Doch Korn leistete sich keinen Fehler und feierte den Laufsieg vor Greif und Bensch, der auf dem sicheren dritten Platz einlief. Das Birel-interne Duell zwischen Kevin Fahnauer und Patrick Kreutz entschied letztlich Fahnauer zu seinen Gunsten. Dahinter feierte Anne Trompertz (Tony) ihr bestes Saisonergebnis, indem sie Maximilian Severin (M-Tec) in Schach hielt. Christian Schweiger (Kombi), Marvin Gnadt (CRG) und Philipp Roebers (Kosmos) komplettierten die ersten Zehn.

Der Start zum Finale begann erneut heiß: Während an der Spitze Alexander Bensch durchs Grün ausweichen musste, gab es auch im hinteren Feld erneut leichtere Ausritte. Als sich die Unruhen gelegt hatten, konstatierte die Zeitnahme Oliver Korn als Führenden vor Toni Greif und Kevin Fahnauer. Fortan waren die Podiumsplätze auch bezogen. Korn lief mit fast vier Sekunden Vorsprung vor Greif und Fahnauer als Sieger ein. Platz vier ging mit Anne Trompertz an die schnellste Dame, die sich vor Auftaktsieger Christian Schweiger behaupten konnte. Patrick Kreutz sicherte sich den siebten Platz im Ziel mit einer enorm starken Kampfleistung, indem er sich über die halbe Renndistanz bravourös gegen Alexander Bensch, David Lux, Maximilian Severin, Philipp Roebers und Christian Knogler behaupten konnte.

MAX
Schon in Wackersdorf überzeugten die "Mäxe" mit einer enormen Leistungsdichte, doch das Zeittraining in Oschersleben setzte noch einmal einen drauf: 39 der 44 Piloten blieben innerhalb von nur einer Sekunde! Dem nicht genug entschieden nur Tausendstel Sekunden über die ersten fünf Plätze. Nachdem Auftaktsieger Alexander Möhring noch die erste Trainingsgruppe anführte, legte die Zweite dann nach. Letztlich war es Tobias Responde, der mit 40.306 Sekunden die Bestzeit fuhr. Mit minimalem Abstand folgten Tommy Helfinger (40.320), Andreas Matis (40.348), Alexander Möhring (40.370), Denis Thum (40.373) und Bastian Rasper (40.400) auf den Positionen zwei bis sechs. Als beste Lady im Feld landete Natalia Kowalska (40.428) auf Platz sieben, vor Teamkollege Tobias Holzhäuser (40.442), Fabian Kopf (40.493) und Paul Walczok (40.521).

Für das Prefinale wurde das Feld dann in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Lauf der ersten Gruppe stand ganz im Zeichen des Trainingsschnellsten: Responde (VRK) übernahm schon am Start die Spitze und sollte sie auch bis ins Ziel nicht mehr abgeben müssen. Hinter ihm etablierte sich zunächst Denis Thum. Der M-Tec-Pilot musste seine Position aber gegen Rennende noch an Andreas Matis (Kombi) abtreten und sich mit Platz drei begnügen. Pech hatte Gaststarterin Natalia Kowalska. Sie lag in aussichtsreicher Position, wurde aber am Ende wegen nicht Einhaltens ihrer Startposition mit zehn Sekunden bestraft und landete so nur auf Platz 18 und damit im Hoffnungslauf. Pech hatte auch Fabian Kopf (Swiss Hutless), der zeitweise auf Rang drei geführt wurde. Bei einem Angriffsversuch im Infield geriet er von der Strecke und lief letztlich nur als Zwölfter ein.

Das Prefinale der zweiten Gruppe verlief unspektakulär. Das VRK-Doppel Alexander Möhring und Bastian Rasper bestimmte die Pace zu jeder Zeit und fuhr einen ungefährdeten Doppelsieg nach Hause. Auch die Ränge drei und vier waren über den gesamten Rennverlauf eine sichere Angelegenheit und gingen an Paul Walczok (Swiss Hutless) und Rene van Spengen (Gillard).

Im Finale trafen nun die jeweils zwölf besten Piloten beider Prefinals, sowie Zehn aus dem Hoffnungslauf (diesen gewann Alexander Seitter vor Natalia Kowalska und Dennis Heidorn) aufeinander. Am Start ließ Responde nichts anbrennen und verteidigte seine Führung vor Matis, Möhring, Thum, Rasper, Horneff, Walczok, und van Spengen. In der zweiten Runde sorgte Möhring für eine Doppelführung im VRK-Lager, indem er Matis auf Platz drei verdrängte. Fortan waren die ersten beiden Positionen auch schon fix. Sowohl Responde als auch Möhring fuhren mit Respektabstand ihre Positionen nach Hause. Dahinter ging es jedoch härter zur Sache. Sah es zunächst noch nach einem sicheren dritten Platz für Matis aus, musste sich der Kombi-Pilot am Ende noch gegen Rasper wehren. Beim Fallen der Zielflagge ging der letzte Podiumsplatz mit 0,2 Sekunden Vorsprung an Matis, der damit die totale VRK-Dominanz verhinderte. Den fünften Rang erkämpfte sich Dennis Horneff, indem er schon in der frühen Rennphase zusammen mit Rasper einen Weg an Denis Thum vorbei finden konnte. Eben diesen Weg fanden van Spengen, Holzhäuser, Walczok, Thiel, Silberling und Weiß nicht. Der M-Tec-Fahrer bewies Kampfstärke und verteidigte letztlich den sechsten Platz gegen einen enormen Pulk bis ins Ziel.

MAX-DD2
Kris Heidorn war der Mann der Stunde im Zeittraining. Ihm gelang es als Erster, die nunmehr sechs Rennen umfassende Dominanz von Champion Carsten Müller zu brechen. Erst sein zweites MAX-DD2 Rennen bestreitend, verdrängte Heidorn Müller mit einer Zeit von 39.907 um nur 36 Tausendstel auf Platz zwei. Auch der Drittplatzierte Lothar Winzen zeigte sich in guter Form und blieb mit 39.961 Sekunden in Schlagdistanz. Auf den weiteren Startpositionen folgten Sebastian Gretkiewicz, Manuel Scheibinger, Rene Müller, Conny Bayer, Danilo Engelhardt, Marco Pantera und Patrick Mohr. Letzterer hatte für Oschersleben auf das brandneue VRK-DD2 gewechselt. Da das neue Chassis am Renntag noch ohne offizielle ROTAX-Abnahme war, fuhr Mohr zunächst nur unter Vorbehalt mit. Teamchef Thomas Jarzyk muss innerhalb einer Woche die geforderten Unterlagen einreichen und positiv bestätigt bekommen, da Mohr ansonsten die Platzierung nachträglich aberkannt wird. In den freien Trainings gehörte Mohr stets zu den Schnellsten. Im Zeittraining reichte es bedingt durch fehlende Drehzahl aber nur zum zehnten Rang.

Kris Heidorn (CRG) verteidigte seinen ersten Platz auch beim Start zum Prefinale. Zusammen mit Carsten Müller (M-Tec) und Lothar Winzen (CRG) im Schlepptau sahen die Zuschauer das bislang wohl ausgeglichenste DD2-Rennen überhaupt. Das Spitzentrio balgte sich nahezu die gesamte Renndistanz um die Positionen und erst zwei Runden vor Schluss war es wieder einmal Carsten Müller, der den Spoiler in Front hatte. Dennoch ließ das Prefinale Lust auf mehr aufkommen, denn mit nur sechs Zehntel Rückstand kreuzte Heidorn als Zweiter den Zielstrich vor Winzen. Platz vier konnte Sebastian Gretkiewicz (CRG) ins Ziel retten. Dabei musste er sich hart gegen Patrick Mohr wehren, der eine solide Aufholjagd geboten hatte und mit Platz fünf eine aussichtsreiche Position für das Finale einfahren konnte.

Im Finale übernahm Müller die Spitze. Ihm auf den Fersen folgten Heidorn, Winzen, Gretkiewicz und Mohr. Entgegen den Erwartungen konnte sich Müller nicht allzu weit von seinen Gegnern lösen, kontrollierte aber das Feld. In der sechsten Runde schied dann mit Kris Heidorn ausgerechnet Müllers härtester Verfolger mit einem defekten Kühler aus und nahm das Rennen nach einem Boxenstopp mit Rundenrückstand wieder auf. Vorne war der vierte Saisonsieg für Müller nur noch Formsache. So verblieben Winzen, Gretkiewicz und Mohr im Kampf um die restlichen Podiumsplätze. Erst kurz vor Rennende fiel hier die Entscheidung, als Winzen am besten mit den Überrundungen zurecht kam und Platz zwei festigte. Gretkiewicz komplettierte das Podium knapp vor Mohr.

Im Rahmen der Siegerehrung im großen Paddock-Zelt ergriff Peter Kessler die letzten Worte und zeigte sich nach dem turbulenten Saisonauftakt zufrieden: "Das Fahrer-Niveau ist dieses Jahr enorm hoch, was nicht zuletzt die Leistungsdichte in der MAX-Klasse beweist. Dass es dann hier und da einen Lackaustausch gibt, lässt sich im Rennsport nicht vermeiden und gehört dazu. Ich möchte mich bei allen Teilnehmern für die sehenswerten Rennen bedanken. Diesmal ist hart gefahren worden, aber eben auch mit der nötigen Fairness. Ich bin sehr stolz auf Euch!"

Finale JuniorMAX
1. Oliver Korn, Energy
2. Toni Greif, Mari
3. Kevin Fahnauer, Birel
4. Anne Trompertz, Tony
5. Christian Schweiger, Kombi
6. Patrick Kreutz, Birel
7. Alexander Bensch, Mach 1
8. David Lux, M-Tec
9. Maximilian Severin, M-Tec
10. Philipp Roebers, Kosmos
11. Christian Knogler, Kosmic
12. Marvin Gnadt, CRG
13. Maik Siebecke, CRG
14. Marc Bies, Mari
15. Thomas Schöffler, Tony
16. Philipp Pogoda, Mari
17. Daniel Hoppe, M-Tec
18. Max Hornbach, Mari
19. Niklas Rosenbach, CRG
20. Dominik Vasold, Mari
21. Alex Arndt, Swiss Hutless
22. Kevin Keglevic, Mari
23. Dennis Widdmann, Kosmic
24. Tom Friedrichs, CRG
25. Raphael Ramold, Mari
26. Helmutz Dutz, M-Tec
27. Lukas Hein, CRG
28. Christoph Löffler, CRG
29. Michael Guttenberger, Dino

nicht klassifiziert:
Daniel Stübinger, Mari
Kevin Hamann, Swiss Hutless
Itja Khanan, Swiss Hutless

Finale MAX
1. Tobias Responde, Mari
2. Alexander Möhring, Mari
3. Andreas Matis, Kombi
4. Bastian Rasper, Mari
5. Dennis Horneff, Mike Wilson
6. Denis Thum, M-Tec
7. Rene van Spengen, Gillard
8. Tobias Holzhäuser, Mari
9. Paul Walczok, Swiss Hutless
10. Sebastian Thiel, Mari
11. Sebastian Silberling, CRG
12. Patrick Weiß, Birel
13. Martin Grupe, M-Tec
14. Maximilian Stenzer, M-Tec
15. Seweryn Szczepanik, ???
16. Alexander Voll, M-Tec
17. Niels Rose, M-Tec
18. Marcel Belka, Mari
19. Manuel Bertl, Swiss Hutless
20. Andreas Krafft, Mach 1
21. David Krafft, Mach 1
22. Alexander Seitter, Swiss Hutless
23. Kai Honné, M-Tec
24. Dennis Gerhards, M-Tec
25. Alex Hrebiceck, Mach 1
26. Dennis Heidorn, CRG
27. Manuel Derber, Dino
28. Benedikt Noormann, Dino
29. Sebastian Käsgen, Tony
30. Tobias Michler, Tony
31. Fabian Kopf, Swiss Hutless

nicht klassifiziert:
Sven Meissner, Swiss Hutless
Natalia Kowalska, Mari

Finale MAX-DD2
1. Carsten Müller, M-Tec
2. Lothar Winzen, CRG
3. Sebastian Gretkiewicz, CRG
4. Patrick Mohr, Mari
5. Conny Bayer, RM1
6. René Müller, M-Tec
7. Jannik Olivo, CRG
8. Danilo Engelhardt, M-Tec
9. Marco Pantera, RM1
10. Manuel Scheibinger, RM1
11. Henrik Schepler, RM1
12. Jürgen Herzberger, RM1
13. Kris Heidorn, CRG

nicht klassifiziert:
Stefan Heinrich, RM1
Falko Birkholz, CRG

Quelle: Pressemitteilung RMC 


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