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6. Lauf ADAC Dacia Logan Cup - Padborg Park Dänemark

Der Dacia Logan von H.A.R.D. Speed in Padberg / DK Trotz – oder wegen – der Suspendierung von Robert Schröder bestes Saisonergebnis der Collonil - H.A.R.D. Speed Truppe in Dänemark!

Padborg Park (DK), 29.07.2006 - Wie immer unter der Bewerbung von VCB Motorsport erfolgte die Freitagsanreise des Teams bei schönstem Sonnenschein und ging Dank unseres Transporteurs Hansi völlig Problemlos vonstatten. Pünktlich um 16.30 Uhr kamen wir nach einer zünftigen Norddeutschen Stärkung in Padborg-Park an. Diesmal mit dabei unser Sponsor Olaf Beier vom Renault Autohaus Beier , der als ehemaliger Clio-Cup Fahrer gerne für Robert eingesprungen wäre. Bedauerlicherweise kam es aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu und wir wünschen Herrn Beier auf diesem Weg auch weiterhin gute Genesung.


Nach dem Aufbau unseres Equipments und einer kleinen leckeren Grillparty schlossen wir den Abend auf dem Stadtfest in Flensburg ab. Leider lag unser Hotel nur 50m vom Trubel entfernt und so war an Nachtruhe bis morgens um drei nicht zu denken.

Sichtlich unausgeschlafen traf das Team dann pünktlich um 8.00 zum reservierten Frühstück auf der Rennstrecke ein. Hier noch einmal ein Dank an die Veranstalter, die hier sehr engagiert und stets freundlich alles taten um die Teilnehmer zufrieden zu stellen.

Der Dacia Logan Cup in Padberg / DK Pünktlich um 9.15 Uhr begann die Fahrerbesprechung mit Hinweisen zu den besonderen Gegebenheiten in Padborg –Park und gegen 10.00 folgte die Streckeneinweisung.
Zwischenzeitig war auch Chefmechaniker Michael Bölter aus seinem Urlaubsdomizil zu uns gestoßen und da wir genügend PKWs mithatten, konnte hier jeder die 25 Minuten nutzen um erste Eindrücke von der Strecke zu gewinnen. Wie bereits gesagt, konnte Olaf Beier nicht für Robert Schröder ins Lenkrad greifen konnte und so kam, was kommen musste: Der Teamchef selbst musste einspringen.
Nach mehr als 10 Jahren zum ersten mal wieder im Rennauto konnte man feststellen, dass nicht so viel verlernt wurde. Schneller als Benny, fast zeitgleich mit Dominic und nur 0,5 Sek hinter Jens brauchte er sich nicht zu verstecken. Leider passte er nicht mehr in seine eigenen Rennsachen (leichte Verwechselung mit einer Presswurst möglich) und musste sich dann den von Benny mit ihm teilen.

Somit ergab sich, auch wegen dem Klamottenwechsel, folgende Rennaufstellung für die Stints:
Fahrer 1, Jens Rötter
Fahrer 2, Benjamin Brand
Fahrer 3, Dominic Liedtke
Fahrer 4, Wolfgang Schröder

Jens startete den ersten Stint vom 11. Startplatz aus, konnte diesen in den ersten Runden festigen um dann stetig den Druck auf die vor ihm fahrenden auszuüben und nach 40 Minuten als siebenter über die Ziellinie zu fahren. Kleinere Rempler bzw. poltern über Kerbs waren wohl auch dabei, da das Lenkrad zur Übergabe an Benny doch recht schief stand. Jens hatte somit auch das Glück des Tüchtigen und fuhr als einziger einen völlig trockenen Turn.

Jetzt kam das Wetter!
Acht Wochen hatte es in Deutschland und Dänemark nicht geregnet. Aber genau zu unserem ersten Fahrerwechsel goss es wie aus Eimern. Das gesamte Team bis auf den eingewechselten Fahrer war zum ersten Mal bis auf die Knochen nass. Trotzdem ging die Fahrt für Benny pünktlich ab.

Erstmals in diesem Jahr wurde auf Grund der Regenfälle unter Code 60 gestartet. Einige Runden durfte somit nicht überholt werden und das Feld schlich mit 60 km/h so gemütlich dahin. Benjamin kam nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Wasser immer besser zurecht und konnte, nachdem er schon auf Platz 12 zurückgefallen war nach seinen 40 Minuten auf Platz 10 liegend an Dominic übergeben.

Auch bei dieser kurzen Pause regnete es ohne Unterbrechung. Dom fuhr ebenfalls unter Code 60 ins Rennen. Er hatte wohl am meisten unter den Renngeschehen zu leiden, da in seinem gesamten Stint lediglich 14 frei zu fahrende Runden anfielen. Seine Aussage: „So ein langweiliges Rennen bin ich noch nie gefahren“. Bedingt durch einige Ausfälle konnte Dominic dann an den Teamchef auf Platz 9 liegend übergeben.

Mittlerweile wurde der Regen immer schlimmer und der gesamte Service Parkplatz stand bis zu 10 cm unter Wasser. Unser Zelt machte sich selbstständig und Wolfgang, der als einziger beim Zelt geblieben war stand in seinem Rennanzug völlig durchnässt zwischen den Werkzeugen und versuchte das Zelt zu retten.

In diesen nassen Sachen stieg er dann in den Collonil Logan. Der Veranstalter ließ auf Grund der Regenfälle und damit verbundener Pfützenbildung die Schikane mit zusätzlichen Reifenstapeln verkleinern, so dass man dort nicht mehr voll fahren konnte. Dies dauerte ca. 15 Minuten, in denen man schon mal schön schwitzen konnte.

Wolfgang hatte einen normalen Rennstart, doch auf der regennassen Strecke ordnete sich das Feld nicht so gekonnt ein wie man es sonst auf trockener Fahrbahn gewohnt ist. Das Team von Hansa wechselte mehrmals die Spur so dass Wolfgang beim anbremsen ausweichen musste.
Team Red Line war in dieser 1. Kurve wohl etwas euphorisch und wollte außen herum am Feld vorbei. Auf regennasser Strecke ist das fast unmöglich und so kam es, dass unser Collonil Logan in den Red Line Logan rutschte. Das Resultat war natürliche Kaltverformung am Collonil Logan vorne rechts und Blechschaden am Red Line Logan hinten links. Die Sportkommissare werteten diesen Unfall als reinen Rennunfall!
Leider lief der Collonil Logan anschließend nicht mehr geradeaus und die Motorleistung ließ wegen des beim Unfall geplatzten Luftmengenmessers mehr und mehr nach. Hier kam Wolfgang dann allerdings seine jahrelange Rallyeerfahrung zugute und zur Freude der Zuschauer kam so mancher sehenswerte Drift zustande.

Nach Zielankunft war dann ein 8. Gesamtrang ein freudiges Ergebnis, das allerdings durch die unsportliche Art vom Red Line Team sehr getrübt wurde. Unsere Fahrer wurden massiv bedroht und als Penner, dämliche Arschlöcher und Blödmänner beschimpft. Die Aussage des Teamchefs von Red Line lässt darauf schließen, dass er den Sinn der Serie nicht verstanden hat. In dieser Serie, soll doch der Nachwuchs an den Motorsport herangeführt werden. Aussagen wie „ihr könnt ja sowieso nicht fahren“ sind hier fehl am Platz. Wenn Red Line nur erfahrene Fahrer einsetzt, dann sollten diese doch so umsichtig sein und erkennen, dass Rennen nicht in der ersten Kurve gewonnen, sondern eher verloren werden. Dass sich Teamchefs dann allerdings noch dazu genötigt fühlen jugendliche Teilnehmer anderer Teams zu beschimpfen ist aus unserer Sicht schon unterste Güllegrube.

Das nächste Rennen ist in drei Wochen in Alhorn (19.08.2006) und schon eine Woche später am Ring (Nürburgring, 27.08.2006). [W.S./T.D.]

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