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Sensationelles Debüt in der Champ Car-Serie - Wirth auf Platz 9 in Surfer’s Paradise

 

„Hut ab vor einem solchen Ergebnis“, war die einhellige Meinung der Experten zum gelungenen Start des 21-jährigen Andreas Wirth in der Champ Car-Serie: Platz 9 am Ende des Rennens im australischen Surfer’s Paradise war für den jungen Deutschen ein glänzender Einstieg in die Königsklasse des Motorsports.  

Surfer’s Paradise (Australien), 24.10.2006 - Eine wahre Buckelpiste und enge Begrenzungen machten dem Rookie den Einstieg nicht gerade leicht: Ein kleiner Fehler – und das Rennen wäre beendet gewesen. Platz 17 in der Startaufstellung war denn auch nicht gerade das, was sich der ambitionierte Wirth bei seinem Einstieg vorgestellt hatte. Aber der bekannt couragierte Rennfahrer ließ sich davon nicht entmutigen: „Im ersten Qualifying ging mir der Sprit aus und ich musste mein Auto auf der Strecke abstellen. Im zweiten Qualifying wurde bei meiner schnellsten Runde die Rote Flagge gezeigt worauf diese Runde dann nicht gewertet wird. Da war nicht mehr als der undankbare letzte Startplatz drin. Aber ich fand mich immer besser zurecht und das Auto war perfekt für das Rennen vorbereitet“, so der Rookie.

Im Rennen machte er dann auch alles richtig: Während die Konkurrenz und vor allem die Führenden sich bei der mit über 300.000 Besuchern eine der größten Motorsportveranstaltungen der Welt gegenseitig von der Strecke schossen, war Wirth zwar in Zweikämpfe verwickelt, konnte sich dann aber zur Mitte des Rennens aus dem Gerangel heraushalten und fuhr seinen neunten Platz sicher nach Hause.

„Ich bin überglücklich, dass ich unter den besten 10 gelandet bin. Das Rennen war sehr hart für mich, die Strecke war sehr schwierig und verlangte konditionell alles von mir. Und ich musste mich ja erst an die Power des Autos und an die Strecke gewöhnen. Ich habe aber gemerkt, dass die Lernkurve vom ersten Training bis zum Rennen steil nach oben steigt. Ich kam immer besser zurecht, was sich letztendlich in diesem Endergebnis niederschlug. Ich wollte diese Chance nutzen und zeigen, was ich kann. Das habe ich heute getan“, so Wirth nach dem Rennen.

Auch Teamchef Dale Coyne war erfreut von dem guten Abschneiden seines Schützlings: „Andreas hat im letzten Jahr und in dieser Saison in den Nachwuchsserien gezeigt, was er drauf hat. Hier bei seinem ersten Rennen in der Champ Car-Serie hat er das ganze Wochenende hart gearbeitet, schnell dazu gelernt und große Fortschritte gemacht“.

Sein Abschneiden in Australien vergrößert Wirths Chancen, auch beim nächsten Rennen in Mexiko wieder für Dale Coyne am Start zu sein und in der nächsten Saison ein Stammcockpit in einem der Topteams der Champ Cars zu ergattern.

Hintergrundinformationen

Andreas Wirth:
Der Einstieg in das Cockpit der 750 PS turbogetriebenen Autos ist der Höhepunkt der noch jungen Karriere des 21-jährigen Deutschen: Im Jahr 2004 gewann er mit vier Siegen und 11 Podiumsplatzierungen souverän die Formel BMW USA und stieg 2005 direkt in die Champ Car Atlantic-Serie, die am heißesten umkämpfte Nachwuchsrennserie in Nordamerika, Mexico und Kanada ein. Mit zweitklassigem Material fuhr er sich mit sieben Podiumsplatzierungen und einem Sieg bei 10 Rennen bis auf Platz 2 in der Gesamtwertung vor, bis ihn ein Unfall (Wirbelbruch) beim vorletzten Rennen stoppte.´

In dieser Saison war Andreas Wirth auf Top-Material des Forsythe-Racing Teams auf Titeljagd: Bis Mitte der Saison führte er beispiellos die Serie an und musste sich nur wegen technischer Probleme in der zweiten Hälfte der Saison mit einem undankbaren und unverdienten dritten Platz begnügen. Wegen seines Kampfgeistes wurde er mit dem „Gilles-Villeneuve“-Award für den talentiertesten und kämpferischsten Nachwuchsfahrer der Saison ausgezeichnet.

Champ Car World Series – Motorsport vom Feinsten:
Die Champ Car World Series ist eine der härtesten Rennserien weltweit: Traktionskontrolle, automatisches Getriebe und andere technische Hilfen – das alles ist in der Serie verboten. Das sorgt für unendlich viel Spannung, denn die spektakulären Autos verlangen von den Piloten höchstes fahrerisches Können.
Kernstück des Champ Car ist ein V8 Turbomotor mit 2,65 Liter Hubraum und 750 PS. Sein Lebenselixier ist Methanol-Treibstoff, der mehr Sauerstoff bindet als handelsüblicher Sprit und dabei das Triebwerk weniger heiß werden lässt. Ein Leistungswettrüsten gibt es in der Champ-Car-Serie nicht: Ford rüstet alle Teams mit bei Cosworth gebauten Einheitsmotoren aus. Für einen zusätzlichen Kick beim Überholen haben die Piloten für bis zu 60 Sekunden die Möglichkeit mit dem Push-to-Pass-Button den Ladedruck und damit die Leistung um 50 PS zu erhöhen.

Ihr Können müssen die Fahrer auf zwei unterschiedlichen Streckentypen beweisen. Neben Straßen- stehen auch Stadtkurse auf dem Kalender- nicht nur in den USA, sondern auch in Kanada, Mexiko, Australien, China und im nächsten Jahr voraussichtlich auch in Deutschland!

Weitere Informationen:
http://www.andreaswirth.com  
http://www.champcarworldseries.com

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