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Ein hartes Rennwochenende für Andreas Wirth

20060624p_0052.jpgNach den unglaublichen Leistungen in den ersten Rennen der Saison war die Zielsetzung für Andreas Wirth in der amerikanischen Champ Car Atlantlic Serie für die beiden Läufe in Cleveland klar: den Gesamtsieg auf der Rennstrecke am Erie-See weiter auszubauen.

Das Qualifying für das erste der beiden Rennen lief dementsprechend gut: „Mein erstes Qualifying lief nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut. Wir hatten Glück mit den Roten Flaggen und ich konnte die dritte Pole Position in dieser Saison holen“, so der glückliche Wirth. Auf das Hoch folgte das Tief im Qualifying für das zweite Rennen: „Am Anfang war das Auto gut, aber wir wechselten die Reifen während der Roten Flagge, und das war wohl ein bisschen zu früh – die Traktion ließ gegen Ende des Qualifyings nach und ich konnte keine gute Runde nachlegen“, so der 21-jährige Deutsche. Platz 5 als Ausgangsposition für das Rennen war nicht gerade nach den Wünschen des ambitionierten Wirth, aber dennoch gut genug, sich im Rennen auf die vordersten Plätze kämpfen zu können.

Aber beim ersten Rennen, bei dem Wirth von der Pole starten konnte – nicht wie üblich mit fliegendem Start, sondern mit einem Formel-1-Start - kam Wirth schnell weg und musste sich nur Simon Pagenaud geschlagen geben, der einen Tick schneller an der ersten Kurve war. Die beiden konnten sich als Zweiergruppe vom Rest des Feldes absetzen. Nach einer kurzen Phase zur Mitte des Rennens, in der sein Auto mit der Nummer 37 nicht mithalten konnte, konnte der Deutsche gegen Ende des Rennens wieder angreifen: Ein überrundeter Fahrer zwang ihn jedoch von der Ideallinie und Wirth verlor einen Platz an den bis dato drittplatzierten.

Nach dem dritten Platz im ersten Rennen war Andreas zuversichtlich – mit einer auf 27 Punkte ausgebauten Führung in der Gesamtwertung. Leider lösten sich seine Träume von zwei Podiumsplatzierungen im zweiten Rennen jäh in Luft auf, als er von der Strecke abkam und sich mit dem 18. Platz zufrieden geben musste:

„Es war ein Auto für den Sieg, das spürte ich“, so Wirth. Leider kam es dann ganz anders: „In der 5. Runde war ich am Viertplatzierten dran und wollte an ihm vorbeigehen. Leider war ich zu nahe, verlor im Windschatten den Grip in dieser schnellen Kurve, flog ab in den Dreck und verlor den Frontflügel“. Resultat:  Er musste an die Box und sich eine neue Nase holen. Somit war das Rennen eigentlich gelaufen. Aber der 21-Jährige kämpfte sich durch das Fahrerfeld, die schnellste Rennrunde ging an den ehrgeizigen Deutschen. „Das ist schon frustrierend, wenn man weiß, dass man ganz vorne mit dabei sein könnte. Aber es war mein Fehler und es tut mir leid für das Team, das mir ein so perfektes Auto hingestellt hat“, so der Fahrer mit der 37.

Teamchef John Brunner konnte ihm aber schnell wieder sein Selbstvertrauen zurückgeben: „Leider war im zweiten Rennen das Glück nicht auf unserer Seite. Aber Andreas hat mit der schnellsten Rennrunde wieder einmal bewiesen, wer der Favorit für dieses Jahr ist. Ich bin sicher, dass er im nächsten Rennen in Toronto umso stärker sein wird.“ Und die Ausgangslage ist immer noch sehr gut: Mit einer Führung von 9 Punkten in der Gesamtwertung bleibt er der Titelanwärter der Champ Car Atlantic Serie. Und die Statistik der Serie spielt dem ehrgeizigen Deutschen zu: Bis auf eine Ausnahme wurde in den letzten 7 Jahren der Nachwuchsrennserie der „Halbzeitmeister“ auch Gesamtsieger am Ende der Saison. Und Andreas Wirth könnte diese Statistik mit einem starken Rennen in Toronto bestätigen.

Das nächste Rennen der Champ Car Atlantic Serie findet am 9. Juli in Toronto (Kanada) statt.

[MK] 

 

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