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Kartfahrer 03-2004 - Bericht zum 24h Rennen Kart in den Mai 2004

Waldow 24/25.04.04 – Auf dem Spreewaldring Waldow sollte dieses Jahr das zehnte 24h Rennen „Kart in den Mai“ stattfinden. Das Rennen, welches sich mittlerweile als Klassiker in der 24h Szene nennen darf, sollte einige Höhepunkte aufgrund dieses Anlasses bekommen. Siebzehn Teams standen trotz einiger unterwarteten Absagen von Teams am Start. Das letztjährige Gewinnerteam Yokohama Reifen Laurisch trat dieses Mal nicht wieder an (insgesamt erfuhr das Top-Team 4x den ersten Platz und 4x den zweiten Platz). Die meisten Fahrer kamen dieses Jahr bei Kartworld Team B unter, welches fast nur aus zusammengesuchten Fahrern bestand (u.a. etwas bekanntere Namen wie Roland Rehfeld, Guido Filipov, Tobias Ossmann, Christian Phillip). Als Teamchef wurde Rüdiger Groß rekrutiert. Das Team A, welches letztes Jahr den zweiten Platz gemacht hatte, wollte natürlich ungern dem neu zusammengestellten Team den Sieg kampflos überlassen. Also war die Favoritenfrage nicht ganz offen. Auch das Kartlandteam hatte sich aufgelöst und konnte nicht an Start gehen. Die Fragen des Teamchefs Paul Dravenau wurden bei der Fahrerbesprechung „etwas“ vermisst. Als weitere Anwärter auf die Nachfolge des Yokohama Reifen Laurisch Teams stand auch das Staamann Team ganz oben. In ihm fuhr auch ein alter Yokohama Reifen Laurisch Fahrer, nämlich Dirk Clausen mit. Neben ihm waren Waldow-bekannte Fahrer wie Joachim Zeim, Alexander Wilck und Andreas Kaisig am Start. Rüdiger Kaisig war wieder Teamchef. Das Kart Devils Team als auswärtiges Team war schwer einzuschätzen. Auch das Freizeit Wittke Teams, welches erstmals mit zwei Teams antrat war unberechenbar. Auf eines der vorderen Plätzen wollte sich auch ein Team vorkämpfen, welches in den letzten Jahren immer etwas vom Pech und zu schlechten Fahrern verfolgt war. Das Just 4 Fun Team wollte zu mindestens bei schlechten Wetter ein Wörtchen mitreden. Rund um den Teamchef Peter Loth und Markus Klinger hatte sich mit Andreas Schnepp, Andreas Weiß, Ronny Naue und Uwe Fischer ein gutes Team positioniert. Und ihre Rechnung schien aufzugehen, es begann kurz vorm Qualifying an zu regnen. Andreas Schnepp fuhr als Super Brummi tatsächlich gegen die hohen Favoriten die Pole Position heraus (Bestzeit 53.19s). Das erhöhte natürlich die Stimmung im Team ungemein und die anderen Teams rieben sich verwundert die Augen, nach dem noch im freien Training das Kartworld Racing Team B dominiert hatte (Bestzeit 41.83s).

Der Start war durch das langsam sich verbesserndes Wetter geprägt. Einige Teams setzten bereits auf Trockenfahrer, andere Teams hofften noch auf Regen. Der Start verlief relativ gut. Bereits in der ersten Kurve gab es den Favoritensturz, das Just 4 Fun Team fand sich mit seinem Startfahrer nach einem Rempler und Dreher auf den letzten Platz wieder. Damit war die Stimmung im Just 4 Fun Team natürlich bereits in der ersten Minute am Boden. Kein Regen in Sicht, letzter Platz – sehr ärgerlich. Uwe Fischer kämpfte sich zwar noch in seinen ersten Turn bis auf Platz fünf vor, aber mehr war nicht mehr zu holen.

Langsam setzten sich die Favoriten (Kartworld A und B und Staamann) vorne durch.

In der Nacht brachte Reinhard Budde, als Veranstalter, einen Höhepunkt in das „triste“ Renngeschehen. Zwei Tänzerinnen tanzten die Fahrer auf dem aufgebauten Podest über der Boxengasse trotz sehr kühler 5°C an. Auch noch mal später in der Nacht und am nächsten Tag zeigten sie ihre leichbeschürzten Tanzkünste.

In der Anfangszeit ging es hoch her in der „Spreewaldklinik“ rund um Heiko Brademann, wegen fehlerhaften Materials an den Achsschenkeln mussten fast alle Teams mit Ausfällen kämpfen. Auch die Stoplinie war häufig ein Problem, fast alle Teams mussten deswegen in die Strafbox. Lediglich die Kart Devils mussten nicht zur Strafe in die Box. Wegen der anfänglichen Ausfälle und einmal wegen des etwas heißblütigen Fahrweise einiger Teams am zweiten Renntag (Vollgas an Streckenposten muss nun wirklich sein) musste das Pacecar raus.

Das Staamann Team kam gegen Ende zwar noch mal recht nah an die Spitze ran, konnte jedoch nicht gegenhalten und so konnte die beiden Kartworld Teams an der Spitze das Rennen sicher nach Hause fahren (Bestzeit des Rennens mit 39.66s von Guido Filipov im Team B). Der Sieger hieß Kartworld Team B (die „Kart-Allstars“), vor Kartworld Team A (das eigentlich Kartworld Team), vor Staamann und den sehr fairen Kart Devils. Die beim drei Stunden Rennen der Sun & Fun Group eine Woche vorher noch wegen viel Pech mit dem letzten Platz (und „Strafhelm) gestraften Racing Gruftis 1 belegten einen super fünften Platz. Auch Freizeit Wittke 1 unterstrich mit den sechsten Platz ihre gute Leistung.

Bei der Siegerehrung wurden noch mal alle Emotionen frei, insbesondere durch die Spreewaldring Grid Girls von den fast jeder ein „Küsschen“ haben wollte und der abschließenden Sektdusche der Siegerteams. Alle Teams bekamen auch noch Piccolo-Sekt. Reinhard Budde deutete an, dass dieses Rennen ggf. das letzte 24h Rennen auf dem Spreewaldring Waldow gewesen sein könnte. Das fanden natürlich viele Teams nicht gerade gut. Aber in dieser Aussage ist bestimmt noch nicht das letzte Wort gefallen...

Insgesamt war diese zehnte Auflage wohl die gelungenste Veranstaltung in der mittlerweile zehnjährigen Geschichte, was sich auch in der professionellen Vorbereitung der Teams zeigte. Ein paar Teams kamen sogar mit riesigen Veranstaltungszelten, eigenem Catering Service mit „Kerzenleuchtern“ und Büffet.

Also Reinhard und Heiko – was ist mit 2005 – die Teams haben wieder viel vorzubereiten – sagt uns rechtzeitig Bescheid! [T.D]


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