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Interview der Formel10 mit Thorsten Doil

Interview der Formel10 mit Thorsten Doil:

Hallo Thorsten und vielen lieben Dank, dass wir heute einmal den Spieß um drehen dürfen und dich stellvertretend für go-kart.de interviewen dürfen. Vorweg die Frage, wie bist du zum Kartsport gekommen?

1994 im ersten Hype um Michael Schumacher, sprachen mich zwei Freunde an, ob wir nicht ein Kart-Event für Freunde machen wollen.

Sie hatten nach einem Jahr keine Lust mehr und dann machte ich erst mal alleine weiter. Kurze Zeit später kam mein langjähriger Partner Bodo Reckzeh dazu und wir veranstalteten diverse Serien bis 2007 zusammen.

1997 ist dann die erste go-kart.de Version online gegangen und unsere damalige Kartzeitung “Der Kartfahrer” erschien 1998.

Höhepunkte waren immer die Langstrecken-Rennen, wie die “24 Stunden von Waldow” (die es leider nicht mehr gibt). Unser Team gewann siebenmal - glaube ich - und davon dreimal in Folge.

Was fasziniert dich daran so sehr?

Also der Kartsport ist für mich schon immer faszinierend gewesen, denn ein Familienmitglied kannte aus den 60iger Jahren die ganz Großen, wie Jim Clark. Eine Wonne ist das Zusammenspiel von Allem zu erleben, der Fahrer ist nur so gut wie sein Team, welches hinter ihm steht und dann diese ganze Atmosphäre, der Geruch, die Leute - einfach unvergesslich ... Ansonsten ist es natürlich immer ein Genuss, selbst im Kart zu sitzen. Nach einigen Teilnahmen an Rennen hab ich allerdings festgestellt, dass ich in Sachen “Selberfahren” talentfrei bin und mich auf meine Stärke, dem Organisieren, konzentriert und das Ausbauen von go-kart.de

Deine Aufgabe für go-kart.de ist es sicherlich auch neue unentschlossene Sportfreunde für den Kartsport zu gewinnen. Wie versuchst du deine Leser zu fesseln und zu binden?

Da gehören natürlich viele Ansätze bei go-kart.de dazu. Zum Beispiel die grundsätzlichen Informationen über die Vielfalt des Kart- und Motorsports. Es gibt so viele interessante Veranstaltungen in Deutschland und weltweit, die mehr Aufmerksamkeit verdienen. Aber auch die großen Serien wie die Formel 1 oder die DTM sollten dabei sein, um darüber die Brücke zum Kartsport zu bilden.

Wo siehst du go-kart.de in 5 Jahren?

In Zukunft sollen neben den Berichten auch Serviceleistungen in den Vordergrund rücken. Dazu gehören der neue Kartbahnfinder und das Hersteller-Verzeichnis, an dem wir stetig arbeiten und mit Daten füttern. Zielsetzung ist natürlich, hier Informationen auf einen guten Niveau anzubieten, welche ständig nachgefragt werden. Dazu gehören auch Kalender für Serien und Veranstaltungen. Hier gehe ich davon aus, dass in Zukunft mehr Veranstalter ihre Termine selbst einpflegen können. Natürlich würde mich freuen, wenn mehr Veranstalter, wie ihr, uns ihre Berichte mit Bildern regelmäßig zukommen lassen.

Bei all den schnellen Runden, die du am Rande der Kartbahn erlebst, fährst du auch selbst und wenn ja, wo am liebsten?

Also meine erste Fahrt war auf dem Spreewaldring Waldow. Seit 1994 kenne ich die Kartbahn und seine Betreiber, da bin ich immer wieder gerne. Aber auch Kartworld am Juliusturm in Berlin-Spandau ist einer meiner Favoriten. Dort ist die Organisation auch immer Top und ich habe dort auch einige interessante Events - bis hin zu Filmaufnahmen - alles erlebt. Natürlich ist auch XXL-Location in Niedergörsdorf bei Jüterbog immer ein Besuch wert. Früher habe ich dort Rotax-Max und 390er-Rennen veranstaltet. Also immer ein paar PS mehr als auf anderen Kartbahnen, was den Reiz immer erhöht hat.

Welches ist deine Lieblingsrennserie, gleich ob im Kartsport oder bei größeren Motoren?

Naja natürlich die Formel1. Aber auch die DTM oder andere Serien schaue ich gerne an. Leider fehlt häufig die Zeit selbst vorbeizuschauen. Aber wir berichten auch viel über einen Nachwuchskartfahrer - Mike Beckhusen, der seine “Karriere” bereits mit 6 Jahren durch uns bei der ersten Verabschiedung 2006 von Michael Schumacher RTL bei Günther Jauch begann. Wenn es passt, dann bin ich bei seinen Rennen gern dabei - sogar bis nach Mailand, zur EasyKart-Serie im letzten Jahr.

Was macht den Reiz dieser Serie für dich aus?

Die Easykart-Serie ist eine Serie mit einheitlichen Motoren mit sehr strengen Regularien. Hier wird versucht, auf internationalem Niveau, die Leistungen der Fahrer in den Vordergrund zu rücken. Das Medien-Interesse in Italien war für mich imposant. Sky berichtete live mit 16 Kameras von dem Rennen. Diese Resonanz würde ich mir auch für den Kartsport in Deutschland wünschen, leider hat sich die EasyKart-Serie in Deutschland nicht etabliert. Andere Kart-Serien sind auch kaum regelmäßig in Print-, Funk und Fernsehen vertreten. Gerade durch unseren deutschen Nachfolger von Michael Schumacher und Formel 1 Weltmeister Sebastian Vettel hätte ich eigentlich ein deutlich ansteigendes Interesse bei den Medien für die Nachwuchsserien erwartet. Wenige Kartsportler werden soviel verschiedene Eindrücke gewinnen, wie die Presse, die darüber berichtet.

Erzähl uns doch kurz von deinem lustigstem oder interessantesten Erlebnis am Rande der Kartstrecke.

Also ich fand es natürlich immer am schönsten die 24h Rennen auf dem Spreewaldring im Team zu gewinnen. Ich erinnere mich an einen Sieg, den wir haarscharf gewonnen haben. Unsere Mitstreiter mussten in eine der letzten Runden in die Box zum Tanken und wir sind genüsslich ins Ziel gefahren. Das war ein Trubel und Jubel. So ein Rennen mit den Fahrern von damals würde ich gerne nochmal erleben. Seit diesem Jahr berichtet ihr ja auch über die Formel 10, wofür wir sehr dankbar sind, denn es kommt merklich eine Menge Feedback zurück.

Was gefällt dir an der Formel 10?

Ich finde die Berichterstattung für eine kleine Serie sehr gut und auch aufregend. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass da sehr viel Herzblut und Energie mitspielt. Ich wünsche Euch, dass ihr diese Kraft lange habt oder euch sogar mit euren Ideen noch steigern könnt. Es ist nicht einfach, immer noch etwas draufzulegen oder sich etwas Neues zu überlegen. Also weiter so...

Da du ja nicht selten eher über Profirennserien berichtest, was meinst du, könnte der Formel 10 helfen noch einen Schritt professioneller zu werden?

Seid einzigartig, bleibt Eurer Linie treu und macht weiter auf euch aufmerksam, wie mit der Aktion “Katzenfutter”. Also “Virales-Marketing” im Kartsport...

Wir danken dir für deine aufschlussreichen Worten und das damit verbundene Interview!

...

Das komplette Interview der Veranstalter der Formel 10 mit go-kart.de Redakteur Thorsten Doil findet ihr auch hier:
formel-10.de/über-uns-1/interviews/

Tags: 2013 Formel10 Thorsten Doil Interview Kartport go-kart.de go-kart gokart Kartfahrer

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