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Formel 10 gewinnt Großen Preis von Berlin!

Formel 10 gewinnt Großen Preis von Berlin!

05. September 2013 - Viele Worte kann und brauch man eigentlich nicht finden, denn mit dem Sieg beim Großen Preis von Berlin schreiben die fünf Formel 10 Fahrer Geschichte. Es ist der erste Sieg für die noch junge Kartliga bei einem Mehrstundenevent dieser Größenordnung!

Aber und eines darf man bei aller Euphorie nicht vergessen; ohne eine gute Organisation wäre so ein Erfolg nicht möglich gewesen. Ohne das Kartland in Berlin-Reinickendorf, welches dem Team erst eine Teilnahme ans Herz legte wäre die Formel 10 nicht einmal bei dem ausgerufenen 6-Stunden-Event angetreten.

Gestartet als krasse Aussenseiter, die bis dato kaum einer kannte, fuhr T. Lehmann nach 787 Runden als erster über die Ziellinie. Zweiter wurden die jungegebliebenen Oldies but Goldies vor der SG Stern. Soviel wollen wir, bevor wir von vorne beginnen, an dieser Stelle schon verraten.

Normalerweise ist hinlänglich bekannt, dass der frühe Vogel den Wurm fängt, ob das auch für die 10 Teams des Großen Preises von Berlin gilt, wollen wir unbeantwortet lassen. Auf jeden Fall waren alle pünktlich und stellten sich kurz nach 8 Uhr morgens auf die Waage um ihr Kampfgewicht in den Ring zu werfen. Die Ausgleichsgewichte wurden verteilt und es ging in ein 30 minütiges Warmup, in dem die Formel 10 bereits mit einer ersten Bestzeit für die erste Überraschung sorgte. Sollten wir hier etwa mehr als nur eine Aussenseiterrolle einnehmen? Ja, denn das anschließende Qualifying zeigte, dass man anscheinend über das nötige Know-how verfügt um Richtung Treppchen zu fahren.

Nach dem man von Startplatz 3 ins Rennen ging, sollte die V2 Rakete Jens Liebert relativ schnell auf Platz 2 vorfahren. Zusammen mit den Spitzenreitern, den Oldies but Goldies, konnte man sich bereits in der ersten Rennstunde ein wenig absetzen. Der Abstand betrug weniger als eine Sekunde. Verfolgt wurde man mit geringem Abstand alleine von der SG Stern.

Nach die Formel 10 versuchte, sich an einen halbstündigen Wechselrhytmus zu halten, begann sich die Tabelle mit der Zeit zu verzerren, denn nach knapp 2 Stunden, nach dem die Formel 10 bereits 4 Mal gewechselt hatten, fuhr noch immer der erste Fahrer der Oldies einsam seine Runden. Respekt für diese Leistung. Auch wollten die Rundenzeiten auch nach fast 200 Runden nicht langsamer werden, so dass man schon begann den Sieg abzuschreiben, schließlich lag man zu dem Zeitpunkt mehr als 4 Runden zurück. Doch Papajewski, Kaufhold und R. Lehmann sorgten dafür, dass auch die Formel 10 nicht an Boden verlor. Mit schnellen Wechseln sorgte man dafür, dass Jens Liebert ausreichend Zeit hatte, sich auf der Strecke auszutoben. Es war einfach zu erkennen, dass die jahrelange Erfahrung auf der kleinen wendigen Strecke so seine Vorteile mit sich bringt.

Zwischendurch, das sollte schon erwähnt werden, stiegen die Kurvenbremser und das UPN-Racing Team aus dem Rennen aus. Eine zu hohe körperliche Anstrengung und eine geringe Mitgliederzahl waren hier ausschlaggebend für das Aussteigen. Dennoch auch hier ein großer Dank und anerkennenden Respekt für das Dabeisein.

Drei Stunden waren dann irgendwann absolviert, die Fahrzeuge wurden so langsam pflichtbetankt und die Formel 10 übernahm erstmals die Spitze. Als die Oldies in die Box zum Tanken gerufen wurden und zwei Minuten zum Warten verdammt waren, fuhr Papajewski erstmals als Führender über die Linie. Man merkte ihn und dem Team die Freude an. Ausgiebig wurde sich kurzfristig noch einmal motiviert. Doch leider musste das nun führende Team zwei Minuten später in die Box und erneut zusehen, wie der Platz an der Sonne verloren ging.

Doch und hier schließt sich der Anfangskreis; es zahlte sich aus, schnell und früh zu wechseln, denn während die Oldies nun am laufenden Band wechseln mussten zogen Liebert und T. Lehmann für die Formel 10 als Schlussfahrer einsam ihre Runden und sicherten sich am Ende verdient den Tagessieg.

Den unglücklichen vierten Platz, mit sehr viel Kampf sicherte sich die wilde Herde vor dem Junioren Team mit der amtierenden Streckenrekordhalterin. Die Fast Food Racer, die ihrem Namen alle Ehre machten, fuhren auf Platz 7. Am Ende des Feldes, aber mit einer mindestens genau so starken Leistung, lagen der Porsche Club und das Funsport Racing Team. [MP]

Tags: 2013 Formel10 Langstreckenrennen Berlin Kartand Indoor

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