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Formel 10, 24h von Grimma

Formel 10 verdient sich Respekt bei den 24h von Grimma

26. August 2014 - Es war Dezember 2013 als sich die Formel 10 Geschäftsleitung entschloss erstmals an einem 24 Stunden Rennen teilzunehmen. Seit Bestehen selbiger lag alleiniger Fokus auf der Organisation einer Kartliga in Ostdeutschland. Nach dem diese in den letzten Monaten einen beachtlichen Zufluss an neuen Fahrern genoss, wollte man nun schauen, ob auch der Sprung auf die große Langstreckenbühne möglich ist. Bei kleineren Events in Berlin war die Generalprobe bereits geglückt.
 
Mit viel Arbeit und Leidenschaft steckten ein gutes Dutzend an Leuten nun viel Arbeit und Mühe in das Projekt, um es dann nach drei erfolgreichen Tagen Ende August ausklingen zu lassen. Es waren Sponsoren, Partner wie Betreuer und Fahrer, die viel Arbeit im Vorfeld investierten, damit dieses Projekt realisiert werden konnte. Auch wir von go-kart.de berichteten schon darüber.
 
Es war nun also Freitag, der 22. August 2014, als sich acht Fahrer, zwei Teamchefs, eine Fotografin, ein Koch und zwei Betreuer auf dem Weg nach Grimma machten und begannen den Vormittag über ihre Lager vor der beschaulichen Karthalle in kleinen Örtchen Grimma aufzuschlagen. Jeder dabei auf seine ganz eigene Art und Weise. Ob Zelt, ob Auto oder gar im Wohnmobil. Hauptsache bequem und bestens auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet.
Pünktlich ab 18 Uhr lud die Organisation zum ersten freien Training an dem Wochenende. Anders als gewohnt, ging es dieses Wochenende in die andere Fahrtrichtung. Es war also für den Großteil der insgesamt 26 Teams eine Herausforderung mit der sonst gewohnten Strecke neu umzugehen. Und so war es nicht groß verwunderlich, dass noch bis in die Nacht um 2 Uhr trainiert wurde.
 
Nach einer mehr als kurzen Nacht ging es für das Team aus Berlin um halb 11 nach einer weiteren Stunde Teamtraining ins wichtige und entscheidende Qualifying. R. Abdel-Malek, der an diesem Wochenende eine überragende Leistung zeigte, sollte für die Formel 10 einen 23. Platz im Qualifying herausfahren. Für das zweite Qualifying der Top 15 und das dritte der besten acht Teams qualifizierte man sich leider nicht. Zur Formel 10 ans Ende des Feldes gesellte sich auch das zweite reine Berliner Team der Kart-World Racer Fun, die auf Platz 25 landeten.
 
Allgemein waren an diesem Wochenende ungemein viele Fahrer aktiv, die in den letzten Wochen und Monaten den Weg in die Formel 10 gefunden haben. Da waren unter anderem die kartscout.de Racer M. Lange und D. Köhler, Hot Wheels Fahrer U. Drigalla oder S. Marsch, der für Cartteam.de an den Start ging.
Um 14 Uhr läuteten dann die Glocken für die Startfahrer. Auf Grund der Masse an Teams wurde der Start nach draußen verlegt. Ebenfalls anders, als bei normalen Saisonrennen vieler Serien ging es im Le Mans-Start auf die Strecke; für die Formel 10 war es M. Lingk. Eine der besten Entscheidungen an diesem Wochenende, denn auf Grund einiger Zweikämpfe im Mittelfeld huschte M. Lingk relativ schnell vor auf Platz 14. Welch Guter Start für die Newcomer aus Berlin.
 
Die erste Aufregung verflog und man machte es sich an der Strecke bequem. Neben den aktiven Fahrern wurde auch viel geschaut, wie sich die anderen Teams präsentieren, war jede Minute schließlich Neuland.
Einige Teams, auch die Kart-World Racer, wechselten bereits in den ersten Runden, um anschließend vorerst eine freie Fahrt auf der Strecke zu genießen. Auch durchaus sinnvolles Taktikmittel.
Formel 10 
 
Den Start gewannen die vermeidlichen Favoriten von Avia Racing, vom Daytona Racing Team und von Scharmüller Austria. Alle drei brachten bereits früh erste Meter zwischen sich und das Feld.
M. Lingk fuhr nun also seine ersten Runden für das Formel 10 Racing Team und konnte durch die diversesten Wechsel sogar bis auf Platz 7 (!!!) vorfahren.
Dennoch, und das ist kein Geheimnis, gab man sich hier keinen Träumen hin, war dies nur eine Momentaufnahme, die keinesfalls den tatsächlichen Rennverlauf wiederspiegelte. Weiter nach vorne ging es an diesem Wochenende nicht.
 
Die erste Aufregung folgte nach etwa vier gefahrenen Rennstunden, als es wie aus Eimern begann zu regnen. Es entwickelte sich eine wahre Rutschpartie, die vielen Fahrern und Teams zu schaffen machte. Schlussendlich war die Strecke sogar so nass, dass auch die Karts zuviel Nässe abbekamen und das Rennen kurzzeitig unterbrochen werden musste.
Der Regen war dann auch für die Formel 10 Anlass zu wechseln. R. Abdel-Malek drehte nun erstmals seine ersten Runden und fuhr Runde um Runde Zeiten, die für das vordere Mittelfeld reichten. Es war deutlich zu merken, dass es an Talent in der Formel 10 nicht mangelt. Der Regen zog weg, die Wolken blieben und es begann zu dämmern und der Abend brach an. Während die besseren Fahrer alle ihre ersten Einsätze bekamen, warf die zweite Brigade im Formel 10 Lager den Grill an und nutze die Zeit um sich ein wenig zu sammeln und das Geschehene Revue passieren zu lasen.
 
Unermüdlich wurde auch in und an der Strecke gearbeitet. Denn nicht nur Fahrer und Teams waren im Dauereinsatz, auch die unzähligen Helfer, Streckenposten und Organisatoren waren im Dauereinsatz. Es ist schon beachtlich und höchst respektabel welche Mühe die Organisatoren in dieses Event gesteckt haben.
 
Auf der Strecke kam in der Nacht die zweite, aber nicht weniger schlechte, Truppe der Nachtfahrer für die Formel 10 zum Einsatz. Angeführt von F. Kaufhold und J. Liebert, die sich von Runde für Runde steigerten ging es in die Nacht- und Morgenstunden. Auch M. Papajewski zählte dazu und gab den Fahrern die nötige Pause, die sie brauchten, um ab den Morgenstunden wieder Vollgas zu geben. An der Strecke selbst harrte auch D. Gierschner aus, der sich als letzter Fahrer erst ab 6 Uhr für ein paar Stunden zur Ruhe legte. Mangelnden Einsatz konnte man hier keinem der vielen Protagonisten vorwerfen.
 
Am Horizont dämmerte es langsam und die Fahrer vom Vortag übernahmen wieder das Runder auf der Strecke. Ein großer Respekt sei an dieser Stelle M. Lingk ausgesprochen, der fast unermüdlich die Stellung in der Boxengasse der Formel 10 hielt. Decke über den Kopf und immer hellwach, wenn man ihn brauchte. Auch die Brüder Lehmann stiegen nun ein zweites Mal in das Kart und bestätigten die vielen guten Eindrücke aus den jüngsten Trainingsläufen aus Berlin.
Formel 10
Über die mittlerweile 16-18 gefahrenen Rennstunden kristallisierte sich heraus, dass man sich rund um das Mittelfeld befand und um den erhofften Top 20 Platz kämpfen würde, auch wenn jedes Team bei den 18 zu absolvierenden Pflichtwechseln seine eigene Stragie fuhr. Sowohl das Team Hot Wheels 05, als auch die Speed Boy's aus Sachsen wechselten in gepflegter Regelmäßigkeit mit der Formel 10 die Positionen.
An der Spitze sollte sich der erwartete Zweikampf zwischen Avia Racing und Scharmüller Austria herauskristallisieren. Beide Teams setzten sich stückchenweise von den mitfahrenden Teams SG Stern Hamburg und Daytona Racing ab. Auch Eusteracing mischte immer mal wieder vorne mit.
 
Mindestens genauso spannend wie der Zweikampf um den Tagessieg war etwa eine gute Stunde vor Schluss der Kampf am Ende des Feldes. Hier kämpften die Kart-World Racer Fun mit G&B Racing um Platz 23. Warum das so spannend war? Beide Teams waren mit Protagonisten unterwegs, die ebenfalls in der Formel 10 mitkämpfen. L. Kühne (Kart- World Racing Fun) und S. Reichel (G&B Racing) fuhren Runde für Runde, Stoßstange an Stoßstange hintereinander her und schenkten dem jeweils anderen rein gar nix. Das bessere Ende hatte dann S. Reichel, die sich einige Runden vor Schluss vorbeimogeln konnte.
 
Für die Formel 10 selbst blieb es nicht weniger spannend, hatte man sich den letzten Wechsel bis 10 Minuten vor Schluss aufgehoben. Die Speed Boys's waren dann am Ende leider nicht zu kriegen. Spannend blieb so also der Kampf mit Hot Wheels 05 um den 18. Platz.
 
M. Lingk, der konstant gute Zeiten fuhr, übergab an Schlussfahrer D. Gierschner, der den Karren vor Hot Wheels 05 im Ziel am Ende auf Platz 18 abstellte.
 
Doch bevor es über die Ziellinie ging, sammelten sich Zuschauer, Fahrer, Fans und Betreuer an der Strecke um dem großen Finale beizuwohnen, denn vorne blieb es bis zur letzten Runde packend! Wie bereits erwähnt setzten sich die beiden Favoriten mit guten drei Runden Vorsprung ab. So Recht wollte sich bis kurz vor Schluss auch kein Sieger ausmachen lassen. Beide Teams reizten jedes taktische Mittel bis aufs Äußerste aus und wechselten ebenfalls kurz vor Schluss das letzte Mal.
 
Das bessere Ende an diesem Tage hatten die Österreicher vom Team Scharmüller, die gute 20 Sekunden Vorsprung vor dem Team von Avia Racing hatte. Den dritten Platz an diesem Tage sicherte sich das Daytona Racing Team aus Nordrhein-Westfalen in einem ebenfalls packenden Duell gegen die SG Stern Hamburg. Es ist immer ärgerlich am Ende eines solchen Rennens nicht auf dem Treppchen stehen zu können. Aber so ist nun mal der Motorsport und genau deswegen lieben wir ihn ja alle so.
 
Aus Formel 10 Sicht natürlich sehr erfreulich, dass D. Haas es auf das Treppchen geschafft hat. Ebenfalls gut unterwegs war auch M. Skrzipietz, der zusammen mit D. Haas die CSD Racer bildet, und final mit dem Team Blaue Hölle den 6. Platz belegte.
Formel 10 
Für das Formel 10 Racing Team ist der erfahrene Platz 18 ein voller Erfolg. Die aktuell noch fehlende Erfahrung als Team war am Ende dann vielleicht doch ein Grund, warum es nicht für weiter vorne reichte. Rein sportlich steckt jedenfalls eine Menge Potenzial in allen Fahrern, welches bei Weitem noch nicht ausgereizt ist.
Dennoch ist dies nicht der Moment, um mit sich zu hadern, denn solch eine Leistung muss auch erst einmal erbracht werden.
 
Das nächste Langstreckenrennen, welches man im Lager der Formel 10 anvisiert ist voraussichtlich das 24h Rennen von Leipzig Ende Januar 2015.
 
Quelle: TD, Formel10
 

Tags: Formel10 2014 24h von Grimma

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