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Saisonauftakt mit gemischten Gefühlen auf der Kart-World in Spandau

Formel 10 startet in 2014 mit neuen Ideen

26. Februar 2014 - Ein fulminanter Auftakt, in jeder Hinsicht. So lautet die Überschrift auf der Formel 10 Hompage. Die Teilnehmer und Freunde der Formel 10 schauten mit  Spannung auf das was man nach drei Jahren des stetigen Wachstums auf die Beine stellen kann.
 
Und es tat sich einiges im Winter. Einige Ideen warten auf die Realisation, wie z.B. ein wechselndes Fahrerfeld,  Regel-Optimierungen, ein neuer Rennablauf. 
 
Am besten mit den neuen Gegebenheiten kam O. Rodig zurecht, der sich die ersten 50 Punkte der Saison 2014 und damit den Tagessieg sicherte. Zu 12:00 Uhr, so hieß es in der Einladung, war geladen. Und zu 12:00 Uhr kamen dann auch alle 36 angemeldeten Fahrer.
 
Nun hieß es, Wiegen, Smalltalk, eine kurze Besprechung, um eine Stunde später pünktlich in die Karts und damit auf die Strecke zu kommen.
 
Mit der ersten Renngruppe um die Favoriten O. Rodig und S. Marsch ging es in die ersten zehn Minuten Qualifying. Gefolgt von zwei weiteren Qualigruppen sollte sich nun zeigen, welche Fahrer am Ende um welche Platzierung fahren werden. Die je vier besten Fahrer eines jeden Laufes sollten in eine Renngruppe eingeteilt werden. Bis zuletzt, so gab man sich von organisatorischer Seite zuversichtlich, hatte man gehofft, die Probleme rund um die vorhandenen Karts in den Griff zu bekommen.
 
Es soll an dieser Stelle kein schlechtes Wort über die Kart-World verloren werden, denn mit dem immer freundlichen und zuvorkommenden Service, ist die Kartbahn Am Juliusturm die Top-Adresse für einen netten Kartnachmittag. Auch die Streckenposten und das sonstige Kart-World-Personal ist immer bemüht, einen perfekten Tag zu gestalten. Für eine professionelle Rennveranstaltung, wie es die Formel 10 sein möchte, reichte es jedoch gestern, zumindest auf der Strecke, nicht.
 
In die Jahre gekommene Karts, die an vielen Ecken und Kanten ihre Macken zeigten, sorgten für viel Missstimmung im Fahrerfeld. Auch die Mühe und der Fleiß des Streckenpersonals aus den Karts das Beste rauszuholen, half nur bedingt. Denn wie sich eben nach jenen zehn Minuten Qualifying zeigen sollte, fielen Fahrer in die vermeidlich langsamste Renngruppe, die im Normalfall um den Tagessieg fahren.
 
Das kann man auf der einen Seite als Pech, Zufall oder dem Motto "das ist eben Sport" abtun, aber mit diesen Ansprüchen konnte sich die Teilnehmer der Formel 10 nicht zufrieden geben. Wahrscheinlich war die Formel 10 einfach zu früh im Jahr auf der Kart-World in Berlin-Spandau zu Gast.
 
Trotz dieser "technischen" Mängel, war es ein aufregender und toller Nachmittag. Was nicht vergessen werden sollte ist, dass Marco Papajewski und seine Mitstreitern einen erheblichen Aufwand betreiben, um jede Veranstaltung zu einem Erlebnis zu machen.
 
Dann wurde natürlich nach den Vorausscheidung auch wiederKart gefahren. So fanden sich im Lauf um die ersten 12 Positionen mit dem Meister R. Lehmann, dem Schotterhelden Carsten oder aber den Net Cube Racern O. Rodig und S. Marsch mehr als nur ein paar Favoriten in der ersten Renngruppe wieder.
 
Die zweite Renngruppe wurde angeführt von A. Koppka, seines Zeichens Geschäftsführer der Kartbahn in Grimma, der kurzer Hand einsprang um die Jungspunde der Formel 10 einmal auf Herz und Nieren zu testen. Ebenfalls mit einer soliden Rennleistung fand sich hier S. Lamberg wieder, der noch letztes Jahr vom unteren Tabellenende grüßte. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Die letzte Renngruppe, sportlich an diesem Tag definitiv nicht die schlechteste, umfasste unter anderem die Fahrer R. Abdel-Malek, Geheimfavorit M. Lingk und die Keep Calm Junior Racer S. Reichel und L. Schmidt.
 
Nach durchaus unterschiedlich zufriedenstellenden ersten 30 Minuten jeder Renngruppe ging es, wie gewohnt, in umgekehrter Reihenfolge in den zweiten und kürzeren Lauf.
 
Am Ende krönte sich ein überragend fahrender O. Rodig mit dem Tagessieg vor N. Siegetta und L. Kühne. Die undankbaren Blechmedaillen ging an J. Glauer und S. Marsch, die Platz vier und fünf belegten. 
 
In der zweiten Renngruppe gewann A. Koppka und zeigte, dass auch Kartbahnbetreiber sehr gute Kartfahrer sein können. Auf dem finalen 14. und 15. Platz hinter ihm landeten D. Gierschner und der Vizemeister von 2013 T. Lehmann.
 
Sein Teampartner und aktueller Formel 10 Meister R. Lehmann sicherte sich mit Platz sechs eine solide Ausgangssituation für die nächsten Saisonrennen.
 
Auch die dritte, sehr starke Renngruppe fand mit M. Stelzer ihren verdienten Sieger.
 
Zum zweiten Saisonrennen hat sich die Organisation der Formel 10 weiter Punkte zur Optimierung auf die Fahne geschrieben. So sollen ab Stettin eigenen Streckenposten eingesetzt werden, die nicht danach im Kart sitzen. Möglich gemacht wird die Unterstützung durch fleißige Sachsen, die der Formel 10 etwas Gutes tun wollen.
 
Es tut sich also weiter was im Kartsport im Osten. So geht es dann noch weiter nach Osten, nähmlich am 23. März 2014, wenn im wunderschönen Polen ein Saisonrennen austragen wird. [TD]

Tags: Formel10 F10 Berlin 2014 Indoor Polen Stettin Kartworld Spandau Winter Juliusturm

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