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RMC-Gastspiel in Oppenrod - Quelle: Motorsport XL

Gelungenes RMC-Gastspiel in Oppenrod

19. Mai 2014 - Am 18. Mai 2014 zog es die ROTAX MAX Challenge Germany in die Motorsport-Arena Stefan Bellof nach Oppenrod. Über 130 Teilnehmer stellten sich in den Klassen Micro, Mini, Junioren, Senioren, DD2 Masters und DD2 dem Wettkampf auf der anspruchsvollen Berg- und Talbahn.
 
Die perfekt vorbereitete Anlage des KV Oppenrods, eine reibungslose Organisation und beste äußere Bedingungen boten den Rahmen für packenden Kartsport im hessischen Kurven-Labyrinth. Nach dem Saisonstart in Kerpen feierte man in Oppenrod das ein oder andere neue Gesicht auf dem Podium ...
 

Micro: Krupper weiter auf Erfolgskurs

Bei den Jüngsten der RMC ist Auftaktsieger Maximilian Krupper (Praga) weiter auf Erfolgskurs. Der Tabellenführer sicherte sich im Zeittraining die Pole-Position und feierte im Prefinale einen sicheren Start-Ziel-Sieg. Platz zwei ging an Lennart Wolf (OK1) vor Luis Laurin Speck (TB Kart). Das Finale begann mit einem Startunfall, dessen Hauptleidtragender Speck war. Der Youngster fiel weit zurück, erkämpfte sich aber noch auf einen beachtlichen vierten Platz. Vorne nutzte Wolf die Gunst der Stunde, um sich an die Spitze zu katapultieren. In seinem Windschatten folgte Krupper, der rundenlang vergebens einen Weg suchte, um den Führenden zu überholen. Nach spannenden 13 Rennrunden wurde Wolfs Kampfgeist mit dem Sieg belohnt. Doch die Hiobsbotschaft folgte nach dem Rennen. Eine Zehnsekundenstrafe wegen eines unsportlichen Manövers in der ersten Runde warf ihn auf Platz drei zurück. Damit machte Krupper seinen dritten Sieg in Folge perfekt. Auf Rang zwei rückte Luca Thiel (EA) vor, der damit sein bestes RMC-Ergebnis feiern durfte.
 

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Mini: Doppelsieg für Titus-Shanghai Schmidli

Bei den Mini-Piloten führte kein Weg an Titus-Shanghai Schmidli (Tony Kart) vorbei. Der Sieger von Kerpen fuhr die Bestzeit im Zeittraining und sicherte sich im Anschluss zwei souveräne Siege. Hinter dem Meisterschaftsführenden ging es derweil enger zur Sache. Im Prefinale lief Robin Pelzl (CRG) nur knapp vor Nils Meyer (EA) und Dirk-Laurenc Seifried (Praga) als Zweiter ein. Dieses Trio stritt sich auch im Finale um die Ehrenplätze, jedoch kam es schon früh zu einer Rangelei. Ein optimistischer Überholversuch Seifrieds ging schief, was ihn und Meyer um eine mögliche Podestplatzierung brachte.
Auch Pelzl wurde Opfer des Zwischenfalls, konnte aber immerhin noch Platz vier nach Hause fahren. Freuen durfte sich derweil Dennis Siemens (Tony Kart). Nachdem er im Prefinale noch ausgeschieden war, kämpfte er sich im Finale durch das Feld, profitierte vom Pech seiner Konkurrenten und wurde mit Rang zwei belohnt. Komplettiert wurde das Podium von Denny Berndt (Praga), der als Dritter den Zielstrich kreuzte.
 

Junior: Machacek gewinnt – Grams sammelt volle Punkte

Der österreichische Gaststarter Daniel Machacek überraschte die etablierte Konkurrenz im Zeittraining, indem er sich bei seinem Auftritt in der RMC Germany auf Anhieb die Pole-Position sichern konnte. In den Vorläufen meldete sich dann Auftaktsieger John Kevin Grams (Tony Kart) zurück. Der Pilot aus dem Team RS-Competiton setzte sich mit einem Sieg und einem dritten Platz auf die Pole-Position. Neben ihm glänzte Robert Kindervater (Tony Kart), der die Heats mit zwei zweiten Plätzen auf selbiger Position im Ranking abschloss. Auf Rang drei fand sich Daniel Machacek wieder, der sich vor Lokalmatador Tim Mika Metz (CRG) und Luca Wollgarten (Tony Kart) behaupten konnte.
 
Äußerst eng aber weitgehend unspektakulär verlief das Prefinale: Grams erwischte den besten Start und sollte seine Führung im Verlauf der 14 Rennrunden gekonnt zu verteidigen wissen. In Schlagdistanz von weniger einer Sekunden folgten Kindervater, Machacek, Metz und Wollgarten auf den weiteren Positionen im Ziel.
 
Ein neues Bild ergab sich im Finale: Zwar schien zu Rennbeginn erneut Grams das Tempo zu diktieren, doch der Tabellenführer haderte mit der Motortemperatur. Sein Vorsprung schmolz dahin und so fackelte der zweitplatzierte Machacek nicht lang und übernahm die Führung. Fortan enteilte der Gaststarter dem Feld und gewann letztlich mit fast fünf Sekunden Vorsprung. Grams seinerseits verlor weiter an Boden und musste sich gegen Rennende auch noch einem fulminant fahrenden Tim Mika Metz beugen.
 
Allerdings ging das Überholmanöver nicht ganz ohne Feindkontakt über die Bühne, was Metz letztlich eine Zeitstrafe bescherte. Der zweite Platz beim Heimspiel wurde so ein enttäuschender zwölfter Rang. Grams konnte sich hingegen freuen: Er sah als Zweiter die Zielflagge und kassierte aufgrund des vor ihm platzierten Gaststarters das Punktemaximum für die Meisterschaft. Rang drei ging zunächst an Robert Kindervater, wäre da nicht eine Zeitstrafe wegen eines Startvergehens gewesen, die ihn auf den undankbaren vierten Platz zurückwarf und Luca Wollgarten den Sprung auf das Podest ermöglichte.
 

Senior: Wagner auf dem Durchmarsch

Ironischerweise dominiert ausgerechnet im teilnehmerstärksten und ausgeglichensten Feld ein Pilot das Geschehen. Die Rede ist von Simon Wagner (Praga). Nach seinem Doppelsieg in Kerpen untermauerte der Österreicher seine Vormachtstellung ebenso eindrucksvoll in Oppenrod. Nach der Bestzeit im Zeittraining sicherte er sich zwei Siege in den Heats und fuhr in den beiden Finalrennen einen kontrollierten Doppelsieg nach Hause.
 
Als härtester Rivale des mehrfachen Weltfinalteilnehmers erwies sich in Oppenrod Christopher Dreyspring (CRG). Nach den Heats noch auf Platz sieben rangierend setzte sich der ehemalige Junior-Champion gekonnt in Szene und bugsierte sich in beiden Läufen auf Position zwei. Seine Leistung unterstrich der Pilot des TAD-Racing Teams zudem mit der schnellsten Rennrunde im Finale. Den dritten Platz holte sich in beiden Rennen Glenn Rupp (Tony Kart), der selbige Position auch in der Meisterschaft belegt. Auf Rang zwei im Championat findet sich währenddessen Ex-Junior Niklas Gränz (CRG) wieder. Auf seiner Heimstrecke in Oppenrod war auch er in Podiumsreichweite unterwegs, musste sich aber letztlich als Sechster und Siebter mit einer soliden Punkteausbeute zufriedengeben.
 

Turbulente Rennen im DD2 Masters

Carsten Erpenbach (Tony Kart) war der Mann der Stunde im Zeittraining der „alten Hasen". Der Kölner brannte mit 48,979 Sekunden die Bestzeit in den Asphalt und verwies Titelverteidiger Thomas Schumacher (CRG) bei seinem Heimspiel auf Platz zwei. Doch Erpenbachs Freude über die Pole-Position währte nicht lang: Nach zwei missglückten Startversuchen zum Prefinale nahm die Rennleitung Erpenbach ins Gebet. Als der Pole-Setter auch den dritten Startanlauf nicht ordnungsgemäß umsetzte, folgte eine Zehnsekundenstrafe. Damit war das Rennen für Erpenbach gelaufen. Er kreuzte zwar als Erster die Ziellinie, wurde aber entsprechend zurückgestuft und nur als Sechster gewertet. Den Sieg erbte Lokalmatador Thomas Schumacher vor Tommy Helfinger (Praga) und Michael Becker (Tony Kart).
 
Im Finale setzte sich Schumacher an die Spitze. In seinem Windschatten setzte sich jedoch mit Becker ein hartnäckiger Gegner fest, der ihm das Leben schwer machte und zudem deutlich schneller unterwegs war. Zur Rennhalbzeit folgte der entscheidende Angriff: Ende der Start-Ziel-Geraden setzte sich Becker mit einem beherzten Manöver neben Schumacher. Nachdem keiner der beiden nachgeben wollte, kam es zu einem spektakulären Lackaustausch, der für Schumacher in einem Dreher endete. Während Schumacher bis auf Platz 13 zurückfiel, übernahm Becker das Zepter, fand aber gleichzeitig in Tommy Helfinger einen neuen Gegner. Bis zum Fallen der Zielflagge hatte Becker alle Hände voll zu tun, seine Position zu verteidigen. Am Ende der 20 Runden brachte er den Sieg dennoch knapp vor Helfinger nach Hause. Als Dritter stieg Carsten Erpenbach auf das Podest und entschädigte sich damit für das verkorkste Prefinalergebnis.
 

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DD2: Doppelsieg des Titelverteidigers

Christopher Friedrich (Praga) setzte in der Königsklasse das erste Ausrufezeichen des Wochenendes und fuhr die Bestzeit im Zeittraining. „Nach dem eher mäßigen Auftakt in Kerpen haben wir den Chassis-Typ gewechselt und kommen jetzt wieder deutlich besser klar", freute sich der Griesheimer nach dem Qualifying. Doch in den Heats meldete sich der Titelverteidiger Pascal Marschall (CRG) mit einer beeindruckenden Vorstellung zurück. Nach einem glücklosen Wochenende in Kerpen lief dieses Mal alles rund für den Nürnberger: Er hatte in beiden Vorläufen die Nase vorn und gewann im Anschluss auch beide Finalrennen.
 
Zunächst galt Christopher Friedrich als heißester Verfolger. Er haderte in den Finalrennen aber mit nachlassender Performance und belegte dank kampfstarker und defensiver Fahrt die Positionen drei und vier. Besser lief es für Auftaktsieger Luka Kamali. Auf seiner Heimstrecke erkämpfte er sich in beiden Rennen den zweiten Platz, fuhr die schnellste Rennrunde im Finale und machte damit den Doppelsieg für TAD-Racing komplett. Zufrieden war am Ende auch Maurice Schiwy (Praga), der als Dritter auf das Podium stieg und sein bestes Saisonergebnis verzeichnen konnte.
 
Zum Abschluss des Tages zeigte sich RMC-Chef Andreas Matis äußerst zufrieden mit dem zweiten Saisonlauf: „Nach dem sehr turbulenten Wochenende in Kerpen haben sich die Gemüter glücklicherweise beruhigt. Ich denke, dass unsere Bemühungen Früchte getragen haben, denn in Oppenrod haben wir spannende und faire Rennen ohne große Zwischenfälle erlebt. Insgesamt war es eine reibungslose und vorbildliche Veranstaltung – ganz so wie ich es mir für den weiteren Saisonverlauf wünsche."
 
Den nächsten Halt macht die ROTAX MAX Challenge Germany am 15. Juni 2014 im bayerischen Ampfing. Der dritte Lauf des Jahres ist die südlichste Station im Rennkalender und markiert zugleich die Saisonhalbzeit.
 
Quelle: Motorsport XL
 

Tags: ROTAX MAX Challenge Oppenrod 2014 Stefan Bellof

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