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Audi R18 e-tron quattro #2 (Audi Sport Team Joest), Marcel Fässler, André Lotterer, Benoît Tréluyer

Triumph in Le Mans: Audi besiegt Porsche und Toyota

16. Juni 2014 - Vor fast 300.000 Zuschauern hat Audi seine einzigartige Siegesserie bei den 24 Stunden von Le Mans fortgesetzt. Bei der 82. Auflage des bedeutendsten Langstrecken-Rennens der Welt sorgten Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer (CH/D/F) und Lucas di Grassi/Marc Gené/Tom Kristensen (BR/E/DK) für einen Audi-Doppelsieg.
 
Es war der 13. Le-Mans-Erfolg für die Marke mit den Vier Ringen bei nur 16 Starts –und der vielleicht bisher wertvollste: Das Audi Sport Team Joest setzte sich in einem extrem harten und lange Zeit völlig offenen Rennen gegen stärkste Konkurrenz von Le-Mans-Rückkehrer Porsche und Toyota durch. Erst in der Schlussphase fiel die Entscheidung zu Gunsten der beiden Audi R18 e-tron quattro.
„Wir haben in Le Mans schon viele spannende Rennen erlebt und große Siege gefeiert, aber dieser Erfolg hat einen ganz besonderen Stellenwert", sagte Professor Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstandes der AUDI AG, nach der triumphalen Zieldurchfahrt der beiden Audi R18 e-tron quattro. „Wir sind in dieses Rennen nicht als Favoriten gegangen und hatten mit Porsche und Toyota zwei sehr starke Gegner. Es ist eine tolle Leistung der gesamten Audi-Mannschaft, dass wir es trotzdem auch dieses Mal geschafft haben, Le Mans zu gewinnen. Wir freuen uns riesig und mein Dank gilt allen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben."
 
 
„Beim neuen Le-Mans-Reglement steht die Effizienz der Rennwagen in Le Mans noch stärker im Fokus als bisher", erklärte Professor Dr. Ulrich Hackenberg, der als Vorstand Technische Entwicklung auch das Motorsport-Programm der AUDI AG verantwortet. „Mit dem TDI hat sich in Le Mans einmal mehr die effizienteste Antriebstechnologie der Welt durchgesetzt. Mit dem erfolgreichen ersten Einsatz des Laserlichts haben wir gleichzeitig unsere Serie technologischer Pionierleistungen in Le Mans fortgesetzt. Ich möchte allen, die für diesen Erfolg extrem hart gearbeitet haben, danken. Allen voran natürlich der Mannschaft von Audi Sport."
 
Die 24 Stunden von Le Mans standen für Audi unter dem Motto „Welcome Challenges" – und Herausforderungen gab es bei der 82. Auflage des berühmten Langstrecken-Klassikers für die Marke mit den Vier Ringen reichlich. Nach einem schweren Unfall von Loïc Duval im Freien Training am Mittwoch musste das Audi Sport Team Joest in rekordverdächtiger Zeit den Audi R18 e-tron quattro mit der Startnummer „1" neu aufbauen und Loïc Duval durch Marc Gené ersetzen. Dass dieses Team am Sonntagmorgen auf Siegkurs fuhr, sagt alles über die Leistung der Mechaniker. Der Tausch einer Einspritzdüse und ein Turboladerwechsel verhinderten dieses Märchen am Ende jedoch ganz knapp. Mit drei Runden Rückstand belegten Lucas di Grassi, Marc Gené und Tom Kristensen den zweiten Platz.
 
Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer übernahmen am Sonntagmorgen kurz nach 5 Uhr erstmals die Führung, nachdem sie die Nacht hindurch den Druck auf den lange Zeit führenden Toyota aufrecht gehalten hatten. Da auch an ihrem R18 der Turbolader gewechselt werden musste, fiel die Startnummer „2" zwischenzeitlich auf Rang drei zurück, ehe sie sich mit einer sehenswerten Aufholjagd wieder an die Spitze setzen konnte. Dabei gelang André Lotterer mit 3.22,567 Minuten auch die schnellste Rennrunde.
 
Großes Pech hatte die Mannschaft des dritten Audi R18 e-tron quattro mit Filipe Albuquerque, Marco Bonanomi und Oliver Jarvis. Nach einer starken Anfangsphase wurde die Startnummer „3" während einer Safety-Car-Phase auf der Hunaudières-Geraden im strömenden Regen mit hoher Geschwindigkeit von einem GT-Ferrari am Heck getroffen. Dabei wurde der Antrieb des R18 so stark beschädigt, dass Marco Bonanomi nach nur eineinhalb Stunden aufgeben musste.
 
In den hektischen ersten Stunden hatten sich die faszinierenden Le-Mans-Prototypen von Audi, Porsche und Toyota auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Le Mans packende Zweikämpfe geliefert, der die Zuschauer in Atem hielt. Bis Sonntagmittag erlebten die Fans eines der spannendsten Rennen der Le-Mans-Geschichte. Erst in der vorletzten Stunde fiel die Vorentscheidung zu Gunsten von Audi.
 
„Es war ein Rennen, wie man es nur in Le Mans erleben kann", sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Es gab viele Zwischenfälle und keines der Topautos ist ohne Probleme über die Distanz gekommen. Entscheidend war, dass unsere Audi R18 e-tron quattro 24 Stunden lang konstant schnell fahren konnten, unsere Fahrer keine Fehler gemacht haben und unsere Mannschaft auf die Probleme, die es gab, schnell und richtig reagiert hat. Wir hatten mit Porsche und Toyota zwei wirklich starke Gegner, die uns das Leben wie erwartet nicht leicht gemacht haben. Ich habe immer daran geglaubt, dass wir es trotz der für uns in diesem Jahr besonders schwierigen Voraussetzungen schaffen können und wir das effizienteste Rennauto haben. Dass es uns erneut gelungen ist, macht mich stolz. Auch ich sage Danke an die ganze Mannschaft, aber auch an unseren Vorstand und unseren Konzern, die es uns Jahr für Jahr ermöglichen, in Le Mans ‚Vorsprung durch Technik' zu zeigen. Respekt aber auch vor der Leistung von Porsche bei der Rückkehr nach Le Mans."
 
Für Audi war es der 13. Sieg bei den „24 Heures", der achte mit TDI Power und der dritte mit einem Hybrid-Rennwagen. Das Team von Reinhold Joest feierte seinen 15. Erfolg beim bedeutendsten Langstrecken-Rennen der Welt. Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer schafften nach 2011 und 2012 ihren dritten gemeinsamen Le-Mans-Triumph.
 

Viel Prominenz bei Audi in Le Mans

Internationale Gäste aus Sport, Unterhaltung und anderen gesellschaftlichen Bereichen begleiteten den Auftritt von Audi bei den 24 Stunden von Le Mans: Extremsportler Felix Baumgartner, Sascha Hamm und Fabio Studer – beide Gewinner der Free Ride World Tour –, Alexandre Bilodeau (Ski-Freestyle-Olympiasieger), Lorenzo Perales (Sponsoring-Direktor von Real Madrid), Prinz Alexander von Auersberg-Breunner, Schauspieler Elyas M'Barek, KabarettistDjango Asül und der südkoreanische Sänger und Schauspieler Choi Si-wonverfolgten das berühmteste Langstrecken-Rennen der Welt mit Audi.
 
 
Zahlreiche Mitglieder des Konzern- und Markenvorstandes verfolgten die 24 Stunden von Le Mans live vor Ort. Aus der Konzernspitze von Volkswagen warenFerdinand Piëch, Ursula Piëch und Martin Winterkorn vor Ort. Der Vorstand der AUDI AG war durch Rupert Stadler (Vorsitzender), Prof. Dr. Ulrich Hackenberg (Technische Entwicklung), Luca de Meo (Marketing und Vertrieb),Thomas Sigi (Personal- und Sozialwesen) und Dr. Hubert Waltl (Produktion) vertreten.
 
Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso war Ehrenstarter der 82. Auflage der 24 Stunden von Le Mans. Der Spanier ist großer Le-Mans-Fan und besuchte in der Anfangsphase des Rennens gemeinsam mit FIA-Präsident Jean Todt auch die Box des Audi Sport Team Joest, wo er seinem Landsmann Marc Gené viel Glück für das Rennen wünschte.
 
Auch zwei frühere Motorsportler waren bei Audi zu Gast: der Brite Richard Attwood, Gewinner der 24 Stunden von Le Mans 1970, sowie Hannu Mikkola. Der Finne entschied 1983 gemeinsam mit Beifahrer Arne Hertz die Rallye-Weltmeisterschaft mit dem Audi quattro für sich. Der erste Weltmeister von Audi begegnete auch einem aktuellen Weltmeister der Marke, dem Schotten Allan McNish. Die beiden Audi-DTM-Teamchefs Hans-Jürgen Abt und Ernst Moserdrückten der Sportwagen-Mannschaft von Audi in Le Mans ebenfalls die Daumen.
 
Am Vorabend der 24 Stunden von Le Mans präsentierte Audi an der französischen Rennstrecke den neuen Audi R8 LMX, das erste Serienmodell der Marke mit Laser-Fernlicht. Die beiden Le-Mans-Sieger Dindo Capello und Marco Wernerpräsentierten den Mittelmotor-Sportwagen, der über eine ähnliche Licht-Technologie verfügt wie der aktuelle Audi R18 e-tron quattro.
 
Loïc Duval ist nach seinem schweren Unfall im Freien Training in die Schweiz zurückgekehrt. Seine Fahrerkollegen richteten ihre besten Wünsche an den Franzosen. Bei der Autogrammstunde und in der Startaufstellung hielten sie ein großes Banner „Loïc, get well soon!" in die Kameras.
 
Allan McNish erlebte eine Rennwoche, die für ihn fast noch intensiver war als zu seinen aktiven Zeiten. Der Langstrecken-Weltmeister stand dem Audi Sport Team Joest und den Audi-Piloten mit Rat und Tat zur Seite, war als Vorjahressieger bei den Handabdrücken in der Innenstadt, moderierte die Audi-Pressekonferenz am Freitag und nahm viele weitere Pflichten wahr. Der Le-Mans-Rennveranstalter hatte den Schotten auch zum Grand Marshall für die 82. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens benannt. McNish wurde zudem in die Le Mans Hall of Fame aufgenommen.
 
Audi-Reifenpartner Michelin ehrte Loïc Duval, Tom Kristensen und Allan McNish mit einem ganz besonderen Geschenk. Die Le-Mans-Sieger von 2013 erhielten für ihren Triumph im Audi R18 e-tron quattro jeweils eine Ducati Monster 1200. Sie gilt als eines der legendärsten Motorräder der italienischen Audi-Tochter. Der französische Reifenspezialist übergab die 135 PS starken Ducati am Dienstag der Le-Mans-Rennwoche an die glücklichen Fahrer.
 
Le-Mans-Neuling Filipe Albuquerque freute sich, an seinem 29. Geburtstag bei der Fahrerparade eine große Plakette in die Kameras halten zu können. Der Portugiese hatte sich mit seinen Teamkollegen Marco Bonanomi und Oliver Jarvis im besten Audi für Startplatz fünf qualifiziert. Damit ist er der „Rookie of the Year" – ein kleiner Trost dafür, dass der Portugiese im Rennen nach dem unverschuldeten Unfall von Marco Bonanomi nicht zum Einsatz kam.
 
Tom Kristensen stattete vielen Tausend Fans aus Dänemark am Freitag einen schon traditionellen Besuch ab. „Mister Le Mans" besuchte verschiedene Zeltlager und begrüßte auf einer Bühne im größten Fan-Zelt. Dindo Capello, Marc Gené, und Lucas di Grassi begleiteten Kristensen ebenfalls ins Fan-Zelt und verteilten Geschenke an ihre enthusiastischen Anhänger.
 
Für Filipe Albuquerque und Marco Bonanomi war es eine Ehre, am Freitag das Audi Sport Camp zu besuchen. Mehrere hundert Mitarbeiter von Audi und von Zulieferern nutzen alljährlich das Camp, um in ihrer Freizeit nach Le Mans zu reisen, im Streckenareal zu campieren und ihre Marke anzufeuern.
 
Audi-Pilot Loïc Duval begegnete im Vorfeld der 24 Stunden von Le Mans dem früheren französischen Fußball-Nationalspieler Fabien Barthez. Die französische Sportzeitung l'Équipe hatte zu dem Treffen eingeladen. In der MM Arena an der Rennstrecke jagten sich die beiden Athleten für die Kameras gegenseitig den Ball ab. Barthez – einer von nur vier Torhütern, die Welt- und Europameister waren – ist seit 2008 Rennfahrer, war im Vorjahr Französischer GT-Meister und bestreitet in diesem Jahr erstmals die 24 Stunden von Le Mans.
 
Quelle: Audi Motorsport
 

Tags: 24 Stunden 2014

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